«LSD-Vater» Albert Hofmann auf dem letzten Trip
Der Schweizer "Vater des LSD", Albert Hofmann, ist im Alter von 102 Jahren gestorben. Das Halluzinogen, auch Trip genannt, wurde in den 1960er-Jahren die Modedroge der Woodstock-Generation.
Der wohl berühmteste Chemiker der Schweiz ist auf seine letzte Reise gegangen: Er starb am Dienstag in seinem Heim in Burg im Kanton Basel-Landschaft. Hofmann hatte den Wirkstoff Lysergsäure-Diäthylamid (LSD) im Jahr 1938 bei medizinischen Forschungen im Dienste des damaligen Chemiekonzerns Sandoz entdeckt.
Das LSD erwies sich im Tierversuch allerdings als unbefriedigend und erweckte bei den Forschern zunächst kein weiteres Interesse.
Erst am 16. April 1943 wiederholte Hofmann die Synthese von LSD und stiess dabei zufällig auf die erstaunliche Wirkung der Droge. Er hatte während der Herstellung des LSD etwas vom Wirkstoff durch die Haut aufgenommen.
Bei einem nachfolgenden Selbstversuch erfuhr und beschrieb Hofmann erstmals die bewusstseinserweiternde Wirkung des Halluzinogens.
LSD wurde unter den Hippies der 1960er-Jahre zur Modedroge. Der Song «Lucy in the Sky with Diamonds» der Beatles, in der Abkürzung der Initialen LSD, wurde von Vielen als versteckte Hymne auf das Halluzinogen angesehen.
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch