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Schweizer für erleichterte Einbürgerung

Bundesrats-Vorschläge für erleichterte Einbürgerung finden eine Mehrheit in der Schweizer Bevölkerung. Keystone

Die erleicherte Einbürgerung für junge Ausländer findet eine Mehrheit in der Schweizer Bevölkerung, das Beschwerderecht dagegen nicht. Das hat eine Umfrage im Auftrag des Justiz-und Polizeiministeriums (EJPD) ergeben.

Das GfS-Forschungsinstitut befragte vom 21. Mai bis 8. Juni über 1’000 Stimmberechtigte in der Deutsch- und der Westschweiz. Laut einer Mitteilung des EJPD vom Donnerstag (12.07.) befürworten 81 Prozent der Befragten die erleichterte Einbürgerung von «Secondos». 69 Prozent befürworten die automatische Einbürgerung von Ausländern der dritten Generation.

Keine Mehrheit für Beschwerderecht

Dass abgewiesene Bürgerrechts-Bewerber wegen Verletzung verfassungsmässiger Rechte eine Beschwerde deponieren können, heissen dagegen nur 42 Prozent der Befragten gut. Justizministerin Ruth Metzler hält jedoch für die Revsion des Einbürgerungs-Gesetzes am Beschwerderecht fest, im Sinn einer Mindestlösung.

Die vom Bunderat vorgeschlagene Verkürzung der Wohnsitzdauer in der Schweiz von zwölf auf acht Jahre ist gemäss Umfrageergebnis knapp nicht mehrheitsfähig: 48 Prozent der Stimmberechtigten befürworten sie. Die Herabsetzung der Einbürgerungs-Gebühren auf die Kosten deckenden Beträge befürworten 45 Prozent der Befragten.

Sprachkenntnisse gefordert

78 Prozent der Befragten verlangten, dass Bürgerrechts-Bewerber in einer Prüfung genügende Kenntnisse einer Landessprache nachweisen könnten. 48 Prozent der Befragten unterstützen eine generelle Erleicherung des Einbürgerungsverfahrens.

52 Prozent stimmten der Ausländerpolitik des Bundes zu. In einer vergleichbaren Umfrage im Vorjahr waren 46 Prozent der Stimmberechtigten dieser Meinung. Zudem seien weniger Befragte der Meinung, in der Schweiz und in ihren Wohnort lebten zu viele Ausländerinnen und Ausländer.

Hingegen habe sich die Ansicht weiter verbreitet, dass ausländische Arbeitkräfte lieber unter sich blieben als sich mit Schweizerinnen und Schweizer zu treffen. 78 Prozent waren dieser Meinung (2000: 69 Prozent). Damit werde Ausländern unterstellt, dass sie sich der Integration entzögen, schreibt das EJPD.

Bundesrat hält an «Ius soli» fest

Der Bundesrat will das sogenannte «Ius soli» trotz Kritik in der Vernehmlassung unter Voraussetzungen ins Einbürgerungs-Gesetz aufnehmen. Die automatische Einbürgerung wäre für Ausländerinnen und Ausländer der dritten Generation möglich. Bedingung ist, dass mindestens ein Elternteil als Ausländer der zweiten Generation in der Schweiz aufgewachsen ist.

swissinfo und Agenturen

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