Stechmücke erobert das Schweizer Mittelland
Die Asiatische Buschmücke (Aedes japonicus), die auch für Menschen gefährliche Viren tragen kann, hat im Schweizerischen Mittelland bereits eine Fläche von 1400 km2 besiedelt.
Auf die Spur der aggressiven Mücken kam man im Sommer 2008, als im Raum Lenzburg Klagen laut wurden über lästige Stechmücken.
Die Identifizierung brachte es an den Tag: «Wir stellten fest, dass es sich um keine einheimische europäische Art handelt», erklärt Professor Alexander Mathis vom Institut für Parasitologie der Universität Zürich. Dies sei der erste Nachweis der Ausbreitung einer invasiven Mückenart in Zentraleuropa.
«Aedes japonicus» ist Überträger verschiedener Viren, etwa des West-Nil-Virus, die Gehirnentzündung verursachen können.
Die Forschenden wiesen «Aedes japonicus» in 122 Brutgefässen in einem Gebiet von etwa 1400 Quadratkilometern nach, die sich auf 38 Gemeinden der Kantone Aargau, Zürich, Solothurn, Luzern und Basel-Landschaft, aber auch in Deutschland verteilen.
Unbekannt ist aber bislang wo und wie die Stechmücke in die Schweiz eingeschleppt wurde. Aedes japonicus kommt aus Japan, Korea und China. Sie war 1998 nach Nordamerika eingeschleppt worden, wo sie mittlerweile in 22 Staaten der USA und in Teilen Kanadas nachgewiesen wurde.
swissinfo.ch und Agenturen
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