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Tag der Sprachen – nicht nur diesen Mittwoch

www.sprachenportfolio.ch

45 Länder Europas - von Aserbaidschan bis Portugal und von Island bis Zypern - feierten am Mittwoch den europäischen Tag der Sprachen. Der Sprachenpass, der Sprachkenntnisse hervorheben will, fand allerdings bis anhin in der Schweiz wenig Interessenten.

Die Botschaft «Sprachenlernen öffnet Türen – jeder kann es» sollte am Europäischen Tag der Sprachen in unterhaltsamer Weise vermittelt werden. Die regionalen Veranstaltungen betonten, dass Sprachenlernen die Toleranz unter Menschen unterschiedlichster Herkunft fördert.

Der Tag der Sprachen sollte einer von mehreren Höhepunkten des Europäischen Jahres der Sprachen sein, das vom Europarat und der Europäischen Union initiiert wurde.

Koordinations-Funktion übernahm in der Schweiz die Konferenz der Erziehungs-Direktoren (EDK). Als Schwerpunkt hat sie im vergangenen März das so genannte Europäische Sprachenportfolio in der Schweiz offiziell lanciert.

«Ein Dokument, das Ihnen hilft, Ihre Sprachkenntnisse zu beschreiben» – so der Werbe-Prospekt für das Sprachenportfolio. Diese Hilfe nahmen bis anhin allerdings wenige Personen in Anspruch: Insgesamt wurden schweizweit bloss gut 10’000 Exemplare der Mappe verkauft, wie eine Nachfrage von swissinfo ergab.

Von einem mässigen Erfolg will Gabriela Fuchs, wissenschaftliche Mitarbeiterin Sprachen und Kommunikation bei der EDK, allerdings nichts wissen: «Mit der Lancierung im März musste der Prozess erst in Gang gesetzt werden. Es ging darum, Diskussionen loszutreten, wie man das Portfolio in den einzelnen Kantonen und Regionen einführen kann.» Diese Einführung sei bei weitem nicht abgeschlossen.

Fuchs erwähnt das positive Beispiel des Kantons Tessin: Dort sei das Sprachenportfolio bereits in den Berufsschulen obligatorisch. «Sobald weitere Kantone nachfolgen, gehts erst richtig los», ergänzt sie.

Das Jahr der Sprachen neigt sich zwar bald dem Ende zu. Doch Fuchs betont, für die Schweiz sei immer klar gewesen, dass man nicht einfach etwas Kurzfristiges auf die Beine stellen wolle. «So gesehen, sind die 10’000 ein guter Anfang, finde ich.»

swissinfo

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