Zürich kämpft gegen die Asiatische Hornisse
Die Stadt Zürich ruft dazu auf, Nester der Asiatischen Hornisse zu melden. Alles deute darauf hin, dass sich der Schädling in Zürich derzeit stark vermehre.
(Keystone-SDA) Bis Ende Juli baue die Hornisse ihre Primärnester an geschützten Stellen, teilte die Stadt Zürich am Dienstag mit. Da diese Nester bodennah und in der Nähe von Gebäuden erstellt werden, könnten sie gut entfernt werden. Die Bevölkerung solle darum Sichtungen auf der Online-Plattform des Bundes melden.
Im letzten Jahr gingen 27 Sichtungen der Asiatischen Hornisse in Zürich ein. Ein Primärnest wurde in einem Rollladenkasten in Witikon entfernt, wie es in einer früheren Mitteilung der Stadt hiess. Im November entfernten die Behörden zudem ein Sekundärnest in einem Baum in Schwamendingen.
Sekundärnester, welche die Asiatische Hornisse ab August bildet, sind schwieriger zu entfernen, weil sie sich in Bäumen befinden. Primärnester erstellt sie etwa unter Dachvorsprüngen, Rollladenkästen oder in Hecken.
Aufwändige Bekämpfung
Die Asiatische Hornisse breitet sich seit 2017 in der Schweiz aus. Sie ist eine invasive gebietsfremde Art. Die Hornissen ernähren sich von Wild- und Honigbienen sowie anderen Insekten. Der Rückgang der Bienen habe spürbare Folgen für unser Ökosystem und die Biodiversität, heisst es in der Mitteilung. Die Hornisse hat kaum natürliche Feinde und bildet grosse Nester mit viel Nachwuchs. Dadurch breitet sie sich besonders schnell aus.
Durch eine frühzeitige Entfernung der Nester sollen Schäden so gering wie möglich gehalten werden. Die Suche und Bekämpfung der Asiatischen Hornisse gestaltet sich aber äusserst aufwändig. Der Schädling zeichnet sich durch seine mehrheitlich schwarze Färbung aus.