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Zukunft des Klosters Glattburg bei Oberbüren SG bleibt ungewiss

Keystone-SDA

Nach dem Auszug der Schwesterngemeinschaft aus dem Kloster St. Gallenberg (Glattburg) in Oberbüren SG ist unklar, wie die Gebäude und das Land weiter genutzt werden. Das Bistum St. Gallen begleitet die Schwestern bei der Suche nach Interessenten, die sich eine künftige Nutzung vorstellen könnten.

(Keystone-SDA) Die Klosterkirche ist seit dem Auszug der Schwestern für die Öffentlichkeit geschlossen, schrieb das Bistum St. Gallen am Freitag in einer Mitteilung. Sie werde künftig für Gottesdienste oder besondere kulturelle Veranstaltungen auf Anfrage geöffnet.

Der Umzug der Schwestern fand gemäss Mitteilung in den vergangenen Tagen statt. Am 12. September findet auf der Glattburg ein Klostermarkt statt, bei dem Erinnerungsstücke und Raritäten erworben werden können.

Gemeinschaft konnte Unterhalt nicht mehr tragen

Während einer dreijährigen Probephase ziehen die fünf Benediktinerinnen und Katze Onyx in den Kanton Uri und werden dort als Gäste der Klostergemeinschaft St. Lazarus in Seedorf aufgenommen. In dieser Zeit wollen sich die beiden Konvente besser kennenlernen und ihre Kräfte bündeln. Auch die Hostienbäckerei werde mit nach Seedorf umziehen, hiess es in der Mitteilung weiter. Die bisherigen Kundinnen und Kunden werden nun von dort aus beliefert.

Ein Grund für den Umzug ist unter anderem die finanzielle Situation: Die hohen Personal-, Unterhalts- und Renovationskosten des Klosters können langfristig von der Gemeinschaft nicht mehr getragen werden.

Die Gemeinschaft der Benediktinerinnen war seit 1781 im früheren äbtlichen Schloss Glattburg bei Oberbüren präsent. Bis 1968 führten sie eine Arbeits- und Hauswirtschaftsschule für Mädchen. Die Schwestern pflegten mit der Hilfe von Gläubigen die ewige Anbetung und öffneten die Türen regelmässig, um Erstkommunikantinnen und Erstkommunikanten Eindrücke vom Kloster zu vermitteln, hiess es in einer früheren Mitteilung.

Das Kloster St. Lazarus in Seedorf wurde im 12. Jahrhundert erbaut. 1559 übernahmen es Benediktinerinnen. Die Gemeinschaft betet und arbeitet seither ununterbrochen nach der Regel des heiligen Benedikt. Das Kloster sei ein wichtiger religiöser Ort im Kanton Uri.

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