Über 1700 Eingaben wegen Lärmbelastung durch F-35-Kampfjets
Im Zusammenhang mit Lärmbelastung durch F-35-Kampfflugzeuge auf den Militärflugplätzen in Payerne VD, Meiringen BE und Emmen LU sind über 1700 Eingaben von Privaten und Gemeinden eingegangen. Dabei handelt es sich weitgehend um Einsprachen und Entschädigungsbegehren.
(Keystone-SDA) Diese Eingaben betreffen hauptsächlich die Grundlagen der Lärmberechnungen, die beantragten Erleichterungen, den Einbau von Schallschutzfenstern und die Entschädigungen, wie das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) am Dienstag weiter mitteilte.
Rund 370 Eingaben betreffen demnach Emmen (darunter eine Sammeleinsprache für rund 270 Personen). Rund 1170 Eingaben betreffen Meiringen – dabei handelt es sich um 170 Einsprachen und Entschädigungsforderungen, wie das VBS auf Nachfrage von Keystone-SDA präzisierte. Und 1000 Eingaben seien Mitwirkungen in Form von vorgedruckten Karten des Vereins Pro Flugplatz. Rund 170 Eingaben betreffen Payerne.
«Wir haben keine Zählung der Einzelpersonen beziehungsweise Unterschriften gemacht und sehen dies auch nicht vor», sagte die Sprecherin zu Keystone-SDA. Deshalb könne das VBS keine Angaben zur Anzahl der Personen machen, die hinter den Eingaben stehen.
Die betroffenen Gemeinden können bis Ende September Stellung zu den Eingaben nehmen, wie es weiter hiess. Das VBS werde die Eingaben nun prüfen und über die nächsten Schritte entscheiden.
Lärmschutzmassnahmen geplant
Die neuen F-35-Kampfjets sind lauter, als die alten F/A-18. Das VBS und das Bundesamt für Rüstung (Armasuisse) kündigten deshalb Ende April zusätzliche Lärmschutzmassnahmen an den drei Militärflugplätzen Payerne, Meiringen und Emmen an.
Die ersten F-35 werden ab Mitte 2028 in Payerne erwartet. In Meiringen soll es ab 2030 so weit sein, zwei Jahre später dann auch in Emmen. Wo die Lärmgrenze wegen der lauten Luftgeschwader überschritten wird, muss der Bund zusätzliche Schutzmassnahmen treffen. Im April teilte das VBS mit, dass zusätzliche 280 Gebäude ausgerüstet werden müssten. So sei etwa der Einbau von Schallschutzfenstern vorgesehen.