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AKTIEN FRANKFURT: Fester - Impulsloser Handel mit geringen Umsätzen

Dieser Inhalt wurde am 31. Mai 2010 - 14:51 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Der deutsche Aktienmarkt hat zu Wochenbeginn Kursgewinne verzeichnet. Angesichts der Feiertage in Grossbritannien und den USA sowie weitgehend fehlender Impulse verlaufe der Handel dabei jedoch äusserst ruhig, sagten Marktteilnehmer am Montag. Der Leitindex Dax näherte sich wieder der 6.000-Punkte-Marke und gewann bis zum Nachmittag 0,77 Prozent auf 5.991,76 Punkte. Der MDax kletterte um 1,04 Prozent auf 8.042,68 Punkte und der TecDax verbesserte sich um 0,43 Prozent auf 745,39 Punkte.
Christian Schmidt, Marktstratege bei der Helaba, machte neben dem Handelsverlauf in Japan, wo anfängliche Kursverluste letztlich ausgeglichen werden konnten, auch die weitere Stabilisierung des Euro als Stütze aus. Eine wichtige Rolle spielten zudem Positionsanpassungen zum Monatsende, das so genannte "window dressing". Darunter verstehen Experten Massnahmen vor allem institutioneller Anleger, vor einem Stichtag mit entsprechenden Aufträgen die Bilanz ihres Portfolios in besserem Licht erscheinen zu lassen. "Letztlich sind die Bewegungen jedoch eher zufallsbedingt und dürfen nicht überbewertet werden", so Schmidt mit Blick auf die feiertagsbedingt leeren Handelssääle in London und New York. Den überraschenden Rücktritt des Bundespräsidenten Horst Köhler werteten Börsianer als marktneutral.
DAIMLER PROFITIEREN VON HOCHSTUFUNG
Daimler-Aktien zogen um 1,80 Prozent auf 41,025 Euro an. Rückenwind bekamen die Aktien durch gleich zwei Kurszielerhöhungen. So hatte die Deutsche Bank das Ziel von 42 auf 50 Euro erhöht, die Commerzbank von 44 auf 50 Euro. Beide Institute blieben derweil bei ihrer Einstufung "Buy". Die Deutsche Bank begründete die Erhöhung des Kursziels vor allem mit niedrigen Händler-Beständen und einer deutlich anziehenden Fahrzeug-Nachfrage. Dadurch erhöhe sich die Macht des Automobilkonzerns, Preise setzen zu können. Die Dax-Spitze markierten Vorzugsaktien von Volkswagen mit einem Zuwachs von 2,52 Prozent auf 71,95 Euro. Am Ende des Leitindex büssten dagegen Merck-Aktien 0,79 Prozent ein auf 58,73 Euro.
MÜLLER STOCKT BEI DOUGLAS AUF - ÜBERNAHMEFANTASIE TREIBT GILDEMEISTER
Im MDax stiegen Douglas um 3,26 Prozent auf 34,675 Euro. Der Drogerie-Unternehmer Erwin Müller baut seine Beteiligung beim Handelskonzern aus. "Ich habe mein Aktienpaket auf 5,2 Prozent erhöht", sagt der Unternehmer dem Magazin "Focus". Sein Ziel sei es, noch im Laufe des Jahres Anteilseigner im zweistelligen Bereich zu werden. Douglas-Vorstandschef Henning Kreke lehnte in "Focus" einen Einfluss Müllers auf das operative Geschäft ab. Erst im vergangenen November war der 77-Jährige mit drei Prozent beim Mdax-Konzern eingestiegen.
Aktien von Gildemeister gewannen 2,27 Prozent auf 8,783 Euro. Händler verwiesen auf einen Bericht der "Financial Times Deutschland", wonach der japanische Konkurrent Mori Seiki den Werkzeugmaschinenbauer nach und nach übernehmen wolle. Es werde erwartet, dass Mori Seiki möglichst schnell einen Anteil von 30 Prozent erwerben will. Schon jetzt soll er zehn Prozent der Anteile inne haben. Zudem schreibt das Blatt über die Ablösung von Finanzvorstand Michael Welt. Die Trennung sei Mitte Mai erfolgt, weil sich Welt mit Vorstandschef Rüdiger Kapitza bei der Bewertung von Beständen uneinig gewesen sei. Er war durch Kathrin Dahnke ersetzt worden. Als Quelle nennt die Zeitung Firmen-Insider.
Papiere der GEA Group verteuerten sich nach einem Interview mit dem Finanzvorstand in der "Börsen-Zeitung" um 1,48 Prozent auf 16,490 Euro. Der Anlagenbauer stellt sich trotz der andauernden Wirtschaftskrise auf Akquisitionen ein. "Es gibt konkrete Ansatzpunkte", sagte Finanzchef Helmut Schmale. Nach dem Konzernumbau der vergangenen Jahre habe der grösste börsennotierte Maschinenbauer Managementkapazitäten frei, die aktiver als bisher für das weitere Wachstum eingesetzt werden könnten. Auch den Zukauf eines neuen Segments schloss Schmale nicht aus.
Nur optisch deutlich im Minus lagen Aktien von Drillisch nach der Dividendenausschüttung. Der Mobilfunkanbieter zahlte 0,30 Euro an seine Aktionäre aus. Der Spezialchemiekonzern Lanxess schüttete 0,50 Euro je Anteil aus./ag/th
--- Von Alexander Gibson, dpa-AFX ---

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