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Zürich (awp) - Die Papiere von Nobel Biocare gehören am Donnerstag zu den Gewinnern am Schweizer Aktienmarkt und legen deutlich zu. Dies obwohl die Analysten am heute publizierten Quartalsausweis kaum ein gutes Haar lassen. So habe der Zahnimplantatehersteller die bereits tiefen Erwartungen ein weiteres mal unterboten und dürfte zudem weiter Marktanteile verloren haben, so der Tenor der Beobachter. Die Investoren scheinen den kritischen Stimmen aber wenig Gewicht beizumessen und setzten auf das Prinzip Hoffnung bzw. auf den neuen CEO.
Nobel Biocare gewinnen am Donnerstag bis gegen 11.50 Uhr rund 3,8% auf CHF. Das Tageshöchst wurde kurz nach 9.30 Uhr bei 20 CHF markiert. Konkurrent Straumann verliert derweil rund 1,5% auf 237,50 CHF und auch der Gesamtmarkt (SLI) notiert 0,2% tiefer.
Die schwachen Zahlen zum vierten Quartal von Nobel Biocare hatten die Analysten zwar auf ihrer Rechnung und entsprechend tief waren die Markterwartungen. Aber sogar diese tiefen Erwartungen wurden vom Unternehmen heute noch unterboten.
Einige Experten erachten den heute abgelieferten Zahlenkranz aber als "mehr oder weniger" irrelevant. Viel mehr als die heute ausgewiesenen Zahlen interessiere die Investoren, ob es dem neuen CEO Richard Laube gelinge, das Unternehmen wieder auf Kurs zu bringen, schreibt Stephan Gasteyger der für Jefferies den Dentalimplantatehersteller abdeckt.
Gasteyger warnt die Investoren aber vor Hoffnungen auf rasche Verbesserungen und mahnt zur Geduld: Der neue CEO trete sein Amt erst im Mai an und werde wohl erst im Sommer erstmals zu seinen Plänen Stellung nehmen. Dennoch glaubt Gasteyger an eine langsame Erholung der operativen Performance.
Auch die Credit Suisse geht davon aus, dass der neue Unternehmenslenker frischen Wind und neue Ansätze bringt, glaubt aber ebenfalls nicht an rasche Verbesserungen.
Mit dem heute von Nobel Biocare vorgelegten Quartalsergebnis geht die Grossbank hart ins Gericht. Die Performance von Nobel Biocare im vierten Quartal gebe durch die Bank ein düsteres Bild ab, schreibt CS-Experte Christoph Gretler. So seien die Zahlen und auch die Margen "klar" hinter den Erwartungen geblieben. Die rapportierten Umsatzzahlen liessen zudem befürchten, dass das Unternehmen auch im vierten Quartal substanziell Marktanteile verloren hat.
Enttäuscht - insbesondere vom ausgewiesenen Gewinn - zeigen sich auch die Experten von Nomura und Deutsche Bank. Unter dem Strich habe Nobel Biocare deutlich schlechter abgeschnitten als erwartet, so Nomura-Spezialist Martin Brunninger und auch Deutsche Bank schreibt, dass der Reingewinn deutlich hinter den Konsenserwartungen geblieben ist.
Hingegen sei der Ausblick im Rahmen der Erwartungen, schreibt die für die Deutsche Bank tätige Analystin Yi-Dan Wang. Dieser Meinung ist auch Gasteyger von Jefferies. Für die Bank Vontobel schürt der Ausblick für 2011 aber allenfalls (zu) hohe Erwartungen. Angesichts des "relativ schwachen" Abschneidens im vergangenen Jahr erscheine ihr der Unternehmensausblick reichlich optimistisch, so die Vontobel-Expertin Carla Bänziger.
pf/gab

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