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Zürich (awp) - Das schwere Erdbeben in Japan hat am Freitag die Aktien des Rückversicherers Swiss Re stark unter Druck gesetzt. Zwar ist es für die Industrie noch zu früh, um verlässliche Schätzungen zum Schadenausmass abzugeben, doch sei mit grösseren Belastungen zu rechnen, hiess es im Handel. Nach den Überschwemmungen in Australien und dem Erdbeben in Neuseeland, ist die Katastrophe in Japan bereits das dritte grosse Naturkatastrophenereignis im noch jungen Jahr 2011.
Bis um 09.45 Uhr verlieren Swiss Re deutliche 5,1% auf 50,85 (Tagestiefst: 49,00) CHF und ZFS sinken um 1,6% auf 257,30 (253,80) CHF. Derweil gibt der Gesamtmarkt (SMI) um 0,44% nach.
Aber auch die Konkurrenz aus dem Ausland leidet an der Börse unter den Erdbebensorgen und so verlieren die Rückversicherungsaktien von Munich Re mit 4,7% und von Hannover Re mit 4,4% ebenfalls stark an Wert.
Am Freitag hat ein Erdbeben mit einer Stärke von 8,9 weite Teile von Japan erschüttert. Die Behörden gaben für die gesamte Küstenregion umgehend die höchste Tsunami-Warnstufe aus. Das Erdbeben ereignete sich gegen 14.45 Uhr Ortszeit (6.45 Uhr MEZ). Das Epizentrum lag 130 Kilometer östlich der Stadt Sendai und knapp 400 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Tokio.
Die Swiss Re kann zurzeit noch keine Angaben zu Schäden aus dem Erdbeben in Japan machen. Dazu sei es noch zu früh, sagte ein Sprecher des Rückversicherers am Freitag auf Anfrage von AWP. Bei Erdbeben könne es mehrere Wochen dauern, bis verlässliche Schätzungen dazu gemacht werden könnten. Auch die Konkurrenten Munich Re und Hannover Re können noch keine Schätzungen zu der Schadenhöhe abgeben.
Nebst der sich verschärfenden Lage in Libyen und Saudi Arabien, sei am Freitag das Erdbeben in Japan ein grosser Belastungsfaktor für den Schweizer Aktienmarkt, meint ein Händler. Dabei hätten besonders die Rückversicherungsaktien darunter zu leiden. Erste Schadeneinschätzungen der auf Naturkatastrophen spezialisierten Institute seien in den nächsten Tagen zu erwarten und könnten erst dann etwas Klarheit verschaffen.
Vom Erdbeben vor der Ostküste Japans sei eine eher ländliche Gegend am stärksten betroffen, so ein Händler. Dagegen könnte die Öl- und Gasindustrie in der Region und somit die Energieversorgung des Landes stark betroffen sein.
Das Erdbeben in Japan ist bereits die dritte grosse Naturkatastrophe in diesem Jahr. Für die Überschwemmungen in Australien rechnet Swiss Re mit einer Belastung für die eigene Rechnung von 225 Mio USD, für das Erdbeben in Neuseeland belaufen sich die ersten Schätzungen auf ein Schadenausmass im Umfang von 800 Mio USD. Damit sei das Jahresbudget von 1 Mrd USD, welches Swiss Re üblicherweise für Naturkatastrophen reserviere, bereits aufgebraucht, meinte ein Analyst.
mk/rt

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