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US-Wirtschaft gewinnt an Schwung - Autoverkäufe angestiegen

Dieser Inhalt wurde am 14. Mai 2010 - 17:34 publiziert
(Keystone-SDA)

Washington - Die Erholung der US-Wirtschaft hat im April deutlich an Schwung gewonnen. Das Verarbeitende Gewerbe steigerte seine Produktion um 0,8 Prozent und damit stärker als von Analysten erwartet, wie die US-Notenbank mitteilte.
"Der Zuwachs bei der Produktion erstreckt sich breit über die Branchen", hiess es. An den Börsen fanden die Konjunkturdaten allerdings keinen Widerhall, die Aktienindizes gaben wegen der europäischen Schuldenkrise nach.
Der Aufschwung kommt in den USA auch bei den Konsumenten an, die Detailhändler erwirtschafteten den siebten Monat in Folge höhere Umsätze. Der Anstieg war zudem stärker als von Analysten erwartet. Binnen Monatsfrist steigerten die Händler nach Angaben des Handelsministeriums ihre Erlöse um 0,4 Prozent.
Überraschend stiegen die Autoverkäufe an, nachdem sie bereits im März in die Höhe geschnellt waren - und nachdem die Daten der Autokonzerne auf einen Rückgang hingewiesen hatten. Doch auch die übrigen Detailhändler lagen im Plus: Ohne Autos hatten die Händler 0,4 Prozent mehr in den Kassen.
Die US-Wirtschaft wächst seit der zweiten Jahreshälfte 2009 wieder. Einige Anzeichen sprechen dafür, dass die Erholung weitergeht: So besserte sich das Vertrauen der US-Konsumenten in die wirtschaftliche Entwicklung ihres Landes - trotz der immer noch hohen Arbeitslosigkeit.
Der entsprechende Index von der Nachrichtenagentur Reuters und der Universität Michigan stieg im Mai nach vorläufigen Berechnungen vom Freitag auf 73,3 Punkte von 72,2 Zählern im Vormonat. Ökonomen hatten im Schnitt mit 73,5 Punkten gerechnet.
Der Index gilt als wichtiges Konjunkturbarometer, das die Stimmung und das Kaufverhalten der US-Konsumenten im Voraus anzeigt. Die Konsumausgaben machen etwa zwei Drittel der US-Wirtschaftsleistung aus.

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