Angeklagter bestreitet Anklage: «Io non sono mafioso»
Der Angeklagte hat im 'Ndrangheta-Prozess am Dienstag vor dem Bundesstrafgericht in Bellinzona bestritten, einer kriminellen Organisation anzugehören. Er gab jedoch zu, mit dem mutmasslichen Oberhaupt des kalabresischen Mafia-Clans "befreundet" zu sein.
(Keystone-SDA) «Io non sono mafioso» – «Ich bin kein mafioso» – sagte der Angeklagte am Dienstag im zweiten Teil der Befragung vor dem Bundesstrafgericht in Bellinzona. Er habe in seinem Leben immer gearbeitet, fügte der 59-Jährige an.
Bei der Fortführung der Befragung des Angeklagten umkreiste die vorsitzende Richterin am Dienstag den Mann mit ihren sich wiederholenden Fragen immer stärker, so dass er – anders als am Montag – teilweise Stellung nahm.
Er sagte, er kenne den Mann, den die Anklageschrift der Bundesanwaltschaft als Oberhaupt des betreffenden ‚Ndrangheta-Clans ausweist. Sie seien auf dieselbe Schule in Kalabrien gegangen. Der Angeklagte gab auch zu, diesen Mann bei sich im Kanton Aargau beherbergt zu haben. Mit dem Leben des Clan-Chefs habe er aber nichts zu tun, das «interessiere» ihn nicht, hielt er fest.