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Anhaltende Spannungen im Nahen Osten belasten die Börse

Keystone-SDA

Zerplatzte Friedenshoffnungen im Nahen Osten sorgen am Montag am Schweizer Aktienmarkt für Ernüchterung. Nachdem am Freitag die Erwartung auf eine baldige Lösung des Konflikts die Kurse in die Höhe getrieben hatte, lassen die europäischen Börsen nun Federn.

(Keystone-SDA) Bereits am Samstag machte der Iran die Öffnung der Strasse von Hormus rückgängig, mit der Begründung, dass die USA ihrerseits an der Blockade iranischer Häfen festhielten. Nachdem sich am Freitag noch eine Entspannung im Konflikt zwischen dem Iran und den USA abgezeichnet hatte, belastet der Rückschlag im Friedensprozess nun die Märkte.

«Allerdings scheinen sich die Investoren an die Situation zu gewöhnen und setzen weiter auf eine baldige Lösung des Konflikts», kommentierte ein Händler. Unter dem Strich gehe die Phase der Unsicherheit jedoch in die Verlängerung. «Der Iran stellt für die USA und Israel eine vollkommen andere Art von Gegner dar als gedacht.»

SMI von Nestlé-Dividende verzerrt

Gegen 09.45 Uhr verliert der SMI deutliche 1,5 Prozent auf 13’221 Punkte, nachdem er am Freitag noch um beinahe 2 Prozent nach oben ging. Auf der internationalen Bühne fällt der deutsche DAX um 1,3 Prozent oder der FTSE 100 in London um 0,6 Prozent zurück.

Ein Teil der Verluste geht jedoch auf Index-Schwergewicht Nestlé (-3,5%) zurück. Diese werden am Berichtstag ex Dividende gehandelt und wären ansonsten sogar leicht im Plus. Der SMI ohne Dividendeneinflüsse verliert daher auch nur rund 1 Prozent.

Im SMI geben alle Titel bis auf die Swisscom (+1,0%) nach, am deutlichsten konjunkturabhängige Aktien wie jene der Baustoffkonzerne Amrize (-4,4%) und Holcim (-2,5%).

Rohstoffpreise im Hoch

Mit den Sorgen vor zunehmenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran kostet Rohöl wieder deutlich mehr. Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni ging mit einem Kurs von knapp 97 US-Dollar in die Handelswoche und war damit über sieben Prozent teurer als noch am Freitag. Aktuell steigt der Brent-Preis um knapp sechs Prozent auf 95,70 Dollar in die Höhe. Einen kräftigen Anstieg verzeichnen auch die Gaspreise in Europa.

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