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Aussenhandel wächst weiter rasant

Der schweizerische Aussenhandel ist auch im Juli weiter rasant gewachsen. Die Einfuhren stiegen gegenüber dem Vormonat um 9,6 Prozent auf 10,51 Mrd. Franken, die Ausfuhren um 7,7 Prozent auf 10,32 Mrd. Franken

Das Aussenhandelsdefizit erhöhte sich damit auf 190,5 Mio. Franken, nach 70,4 Mio. Fr. im Monat zuvor, wie das Eidg. Finanzdepartement (EFD) am Donnerstag (24.08.) mitteilte. Im Juli 1999 war die Handelsbilanz mit einem Defizit von 9,8 Mio. Fr. noch nahezu ausgeglichen gewesen.

Arbeitstagbereinigt – der Juli 2000 zählte einen Arbeitstag weniger als der Vorjahresmonat – sei der Aussenhandel gegenüber dem bisherigen Jahresverlauf sogar leicht beschleunigt gewachsen. Der Exportzuwachs betrug demnach im vergangenen Monat 12,9 Prozent (Januar-Juli 2000: 12,0 Prozent), der Importzuwachs 14,8 Prozent (13,5 Prozent).

Konsumgüter legen zu

Sowohl bei der Einfuhr als auch bei der Ausfuhr nahm der Handel mitKonsumgütern im Juli Monat merklich schwächer zu als jener mit Halbfabrikaten und Zwischenprodukten. Insbesondere Uhrenteile, Metalle und Chemikalien sowie elektrische und elektronische Güter seien vermehrt eingeführt worden.

Die Bezüge von Erdöl sind vornehmlich preisbedingt stark gestiegen. Leicht zugenommen haben auch die Einfuhren von Personenwagen (wertmässig 3,6 Prozent). Bei den Investitionsgütern drückte der Importrückgang von Flugzeugen (-67,1 Prozent) auf das Ergebnis. Ohne Flugzeuge hätte der Anstieg 11,6 Prozent betragen.

Mehr Importe aus Schwellenländern

Obwohl sie den grössten Wertbeitrag an der Erhöhung leisteten, nahmen die Einfuhren aus den Industrieländern insgesamt klar schwächer zu als jene aus anderen Wirtschaftsräumen. Um fast einen Drittel stiegen die Bezüge aus Schwellenländern. Während die Importe aus den EU-Ländern stiegen, nahmen sie aus den USA und Kanada ab.

Tonangebende Maschinen und Metallexportbranche

Auch bei den Ausfuhren setzte sich das hohe Wachstumstempo fort. Erneut hätten sich die Metall-, die Maschinen- und die Elektroindustrie, die Präzisionsinstrumente und die Uhrenindustrie mit als eigentliche Zugpferde des Exportwachstums erwiesen, schreibt das EFD.

Ein massives Plus verzeichnete die Sparte Telekommunikation. Deutlich zurück blieb dagegen die Kunsstoffindustrie und die Chemische Industrie. Der Auslandumsatz der Papier- und Grafischen Industrie stagnierte sogar. Nur wenig besser schnitt die Textilindustrie ab.

Lahmendes Exportgeschäft mit Deutschland

Am deutlichsten nahmen die Exporte in die GUS-Staaten und nach China zu. «Nicht vom Fleck» kamen dagegen die Ausfuhren nach Deutschland, gar rückläufig waren jene nach Österreich, Belgien, Irland, Schweden und Portugal. Demgegenüber konnte nach den USA und Japan mehr exportiert werden. Um fast einen Fünftel stiegen auch die Lieferungen in die Entwicklungsländer.

swissinfo und Agenturen

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