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Credit Suisse Group macht Gewinnsprung

CSG Grafik Semester-Bilanz. Credit Suisse Group

Markante Gewinnsteigerung bei der Credit Suisse Group (CSG): Wie der zweitgrösste Schweizer Finanzkonzern am Donnerstag (31.08.) mitteilte, erhöhte sich der Reingewinn im Vergleich zum ersten Semester 1999 um 35 Prozent auf 3,6 Mrd. Franken.

Die Eigenkapitalrendite stieg von 19 auf 21 Prozent. Alle Geschäftseinheiten trugen zum Ergebnis bei, das über den Erwartungen der Finanzanalysten liegt.

Die verwalteten Vermögen haben seit Ende 1999 um 45 Mrd. Franken oder 3,8 Prozent auf 1227 Mrd. Franken zugenommen. Der Nettozufluss an Neugeld belief sich auf 28,0 Mrd. Franken. Dies entspricht einer Zunahme um 2,4 Prozent.

Die positive Entwicklung der Aktienmärkte, vor allem im ersten Quartal, habe namentlich bei der Credit Suisse First Boston (CSFB) und der Credit Suisse Private Banking (CSPB) zu einem starken Wachstum im Kommissionsgeschäft und im Handel geführt. Dagegen sei im zweiten Quartal eine Normalisierung der Volumen auf den Kapitalmärkten zu beobachten gewesen, schreibt die CSG weiter.

Der Bruttoertrag der Gruppe legte um 29 Prozent auf 17,8 Mrd. Franken zu. Dabei nahmen der Kommissions- und Dienstleistungserfolg um 51 Prozent auf 7,5 Mrd. Franken und der Handelserfolg um 49 Prozent auf 5,4 Mrd. Franken zu.

Der Zinserfolg reduzierte sich laut Mitteilung um 486 Mio. Franken, bzw. um 17 Prozent auf 2,3 Mrd. Franken. Dies sei überwiegend auf eine Verengung der Zinsmarge bei der CSFB zurückzuführen sei.

Der Erfolg aus dem Versicherungsgeschäft stieg um 22 Prozent auf 2,7 Mrd. Franken. Der Reingewinn pro Aktie stieg um 34 Prozent auf 13,21 Franken.

Der Geschäftsaufwand stieg um 28 Prozent auf 11,7 Mrd. Franken, wobei sich der Personalaufwand um 33 Prozent und der Sachaufwand um 16 Prozent verteuerte. Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste reduzierten sich um 31 Prozent auf 606 Mio. Franken. Der ausserordentliche Aufwand stieg von 14 auf 134 Mio. Franken.

CSG erwartet «gutes Jahresergebnis»

Die CS Group rechnet insgesamt mit einem guten Jahresergebnis. Es könne allerdings nicht davon ausgegangen werden, dass die günstigen Marktbedingungen des ersten Halbjahres im weiteren Verlauf des Jahres anhalten werden.

Zudem könnten Investitionen in neue Geschäftsaktivitäten und Technologien das Jahresergebnis beeinflussen. Am Mittwoch hatte die CSG die Übernahme der US-Investmentbank Donaldson Lufkin & Jenrette für fast 20 Mrd. Franken angekündigt.

Abbau von rund 2000 Stellen erwartet

Der Chef des Schweizer Finanzkonzerns Credit Suisse Group (CSG), Lukas Mühlemann, erwartet bei der Übernahme der US-Investmentbank Donaldson, Lufkin & Jenrette Inc. (DLJ) den Abbau von insgesamt etwa 2’000 Stellen. Er erwartet den Abbau vor allem in den USA und zum Teil in Britannien, wie er an der CSG-Halbjahres-Pressekonferenz vom Donnerstag in Zürich sagte.

Betroffen sei hauptsächlich der Infratruktrukturbereich, zum Teil aber auch der Aktienhandel. Analysten hatten am Mittwoch erwartet, dass bei der Zusammenlegung von DLJ mit der CSG-Investmentbank Credit First Boston etwa zehn Prozent der insgesamt rund 27’000 Stellen abgebaut werden müssten.

Die beiden Institute wiesen zahlreiche Überlappungen auf. Mühlemann wies dies an der Pressekonferenz zurück. Die beiden Gesellschaften ergänzten sich geradezu ideal, sagte er. Gewisse Doppelspurigkeiten gebe es bei der Zusammenlegung zweier Banken immer.

swissinfo und Agenturen

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