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CVP-Präsident Durrer attackiert Bundesrat Couchepin

Nach der Nichtwahl von Bruno Gehrig zum Nationalbankpräsidenten attackiert CVP-Präsident Adalbert Durrer die FDP-Bundesräte. Pascal Couchepin handle immer noch wie ein Walliser Parteipolitiker, der nur den Intimfeind CVP vor Augen habe.

Der Wirtschaftsminister müsse endlich zur Kenntnis nehmen, «dass er Bundesrat ist und nicht mehr als Walliser ‚CVP-Hasser‘ politisieren kann», sagte Durrer in einem Interview mit der «Berner Zeitung» vom Mittwoch (20.09.). Er forderte von Couchepin mehr Zurückhaltung: «Wir brauchen keine ungekrönten Könige im Bundesrat.»

Couchepin solle sich «vielleicht doch besser» auf die eigenen Geschäfte konzentrieren, denn «seine Amtsführung in Sachen Expo war desolat». Und auch im Aufbau des Staatssekretariates für Wirtschaft seien grosse Probleme festzustellen.

«Strippenzieher» Couchepin

Bei der Besetzung der Spitze der Nationalbank (SNB) hätten Kaspar Villiger und Pascal Couchepin, «der eigentliche Strippenzieher im Hintergrund», den Tatbeweis geliefert, dass die Konkordanz nicht funktioniere. «Es ging den freisinnigen Bundesräten primär um den Machterhalt der FDP.»

Bei einer Neuverteilung der Departemente müsse ernsthaft überlegt werden, ob die freisinnige Seilschaft zwischen Finanz- und Wirtschaftsdepartement nicht gekappt werden müsse. Die CVP habe gewollt, dass das Nationalbankdirektorium in bürgerlichen Händen bleibe. «Und trotzdem wurden wir eiskalt desavouiert.»

Das Interesse der FDP an einer Kooperation der Mitte sei offensichtlich nicht so gross wie dasjenige der CVP. Der Freisinn und seine Bundesräte müssten jetzt gut überlegen, «wie sie uns in Zukunft motivieren, damit wir in Geschäften, die für uns heikel sind, für die nötigen Mehrheiten sorgen.»

swissinfo und Agenturen

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