Felssturzgefahr im Goms gebannt
Der Fels, der im Goms zwischen Brig und Mörel auf Strasse und Bahn zu stürzen drohte, ist am Montag (09.10.) erfolgreich gesprengt worden. Rund 800 Kilogramm Sprengstoff wurden dazu benötigt.
Durch die beiden Sprengungen wurden insgesamt 2’000 Kubikmeter Gestein gelöst. Das ist zehnmal so viel wie beim Erdrutsch, der am 1. Oktober an der gleichen Stelle, nach starken Regenfällen, niedergegangen war und die Strasse blockiert hatte.
Kaum Schäden durch Sprengung
Zur allgemeinen Überraschung wurden sowohl die Strasse als auch die Bahnlinie kaum in Mitleidenschaft gezogen, wie Ignaz Burgener, Zuständiger für die Kantonsstrassen im Oberwallis, sagte. Es war mit einer teilweisen Zerstörung der Bahnlinie gerechnet worden.
Kurz nach der Sprengung wurde mit den Aufräumarbeiten begonnen. Wie lange diese dauern werden, sei noch unklar, sagte Burger. Sicher sei, dass mit der Sprengung der ganze instabile Fels beseitigt worden sei.
Goms mit Seilbahn erreichbar
Die Sicherheit konnte dank der Sprengung erheblich verbessert werden. Dennoch sind weitere Arbeiten notwendig. Zunächst soll ein Schutzzaun mit Auffangnetzen errichtet werden. Längerfristig werden andere Lösungen diskutiert, sei es eine Verlegung von Strasse und Bahntrasse oder der Bau einer Schutzgalerie.
Bahn und Strasse sind noch mindestens bis zum Wochenende geschlossen, doch das Goms ist über die drei Pässe Grimsel, Nufenen und Furka erreichbar. Die Verbindung mit Brig und dem Unterwallis wird mit Bussen zwischen Brig und Ried-Mörel sicher gestellt. Von dort ist Mörel mit einer Seilbahn erreichbar.
swissinfo und Agenturen
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