Finanzmarktkrise trifft Stadt Zürich
Die Bankenkrise trifft die Stadt Zürich unerwartet hart. Bis 2010 erwartet Finanzvorstand Martin Vollenwyder kumulierte Steuerausfälle von 600 Millionen Franken. Damit werde die Stadt in den nächsten drei Jahren klar rote Zahlen schreiben.
Neben dem erwarteten Defizit von rund 190 Millionen Franken für 2008 werde es auch in den beiden Folgejahren wegen der massiven Steuerausfälle Defizite geben.
Diese dürften inklusive 2008 kumulierte 400 bis 500 Millionen Franken betragen, sagte Vollenwyder.
Damit werde das gute Finanzpolster der Stadt von rund 1 Milliarde Franken bis 2010 halbiert. Dank des soliden Eigenkapitals wegen der guten vergangenen Jahre könne Zürich die massiven Ausfälle bei den Banken allerdings verkraften.
Die «Klumpenchance» mit hohen Bankerträgen sei nun zum «Klumpenrisiko» geworden, sagte Vollenwyder. Jeder sechste Steuerfranken in der Schweizer Finanzmetropole stammt von den beiden Grossbanken, und ein Drittel der gesamten Steuereinnahmen von Finanzinstituten.
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