Forbo weniger Umsatz und Stellen weg
Der Hersteller von Bodenbelägen Forbo mit Sitz in Giubiasco (Kanton Tessin) hat im ersten Halbjahr 2001 einen Umsatzrückgang gegenüber der Vorjahresperiode um 2,2% auf 792 Mio. Franken hinnehmen müssen. Der Betriebsgewinn reduzierte sich um 15,2% auf 56,4 Mio. Franken.
Neben der rückläufigen Weltwirtschaft hätten sich die Umrechnungskurse, insbesondere der schwache Euro, auf das Ergebnis niedergeschlagen, teilte Forbo am Donnerstag (26.07.) mit.
Währungsbereinigt stieg der Umsatz zwar um 1,2%, der Betriebsgewinn (EBIT) nahm aber um über 11% ab. Der Konzerngewinn brach um knapp 25% auf gut 33 Mio. Franken ein. Grund für den Rückgang sei ein deutlich schwächeres Finanzresultat wegen der schlechten Börsenentwicklung.
Der Rückgang der Ertragskraft sei auch auf das operative Geschäft zurückzuführen: Im Kerngeschäft Linoleum sei es nicht gelungen, die Steigerung der Herstellungskosten über Rationalisierungen aufzufangen. Das Linoleum-Geschäft in Deutschland sei schleppend verlaufen. Der Umsatz in diesem Bereich reduzierte sich um 1,3% auf 202,5 Mio. Franken.
Der Bereich Kunststoffbänder hatte einen konjunkturbedingten Umsatzrückgang, vor allem in den USA, von 3,5% auf 181,7 Mio. Franken zu verzeichnen. In der Sparte Klebstoffe hätten die Margen wegen gestiegener Rohstoffpreise gelitten. Der Umsatz erhöhte sich um 1,3% auf 108,7 Mio. Franken.
Stellenabbau in den USA und Asien
Die Zahl der Mitarbeitenden per 30. Juni war mit 5’833 praktisch auf dem Vorjahresstand (5’832). Leichten Zunahmen in Europa und Asien stand ein Rückgang in den USA gegenüber.
Abbau von bis zu 80 Stellen
Massnahmen als Reaktion auf die konjunkturelle Lage seien eingeleitet worden. Bei den Kunststoffbändern seien «Personalanpassungen» in den USA und Asien unumgänglich. Bis zu 80 Stellen, vor allem in den USA und Asien, würden abgebaut.
Forbo sei im kurzfristig angelegten Geschäft tätig und könne sich nicht auf grosse Auftragsbestände stützen. Prognosen seien daher schwierig, ein Marktaufschwung könne sich aber unmittelbar auf den Geschäftsgang auswirken. Das Unternehmen erwartet – gemäss eigenen Angaben – ein stärkeres zweites Halbjahr 2001.
Swissinfo und Agenturen
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