Givaudan 2005: Erfolgreiche Düfte
Der Riechstoff- und Aromenkonzern Givaudan hat 2005 mit einer deutlichen Gewinnzunahme abgeschlossen. Der Reingewinn stieg um 21% auf 406 Mio. Franken.
Der Genfer Konzern übertraf damit die Erwartungen der Finanz-Analysten. Der Umsatz nahm um 3,6% auf 2,778 Mrd. Franken zu.
Der Genfer Riechstoff- und Aromenkonzern Givaudan hat nach einem Schlussspurt das vergangene Jahr doch noch mit einer deutlichen Gewinnzunahme abgeschlossen.
Trotz eines mässigen Umsatzwachstums wurde der Reingewinn im Jahr 2005 um 21% auf 406 Mio. Fr. gesteigert.
Der Betriebsgewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) nahm um 7% auf 513 Mio. Fr. zu, teilte das im Blue-Chip-Index SMI gelistete Unternehmen am Dienstag mit. Dabei musste Givaudan einen Abschreiber von 21 Mio. Fr. für die Schliessung von Produktionsstätten vornehmen.
Führung ausgebaut
Givaudan habe seine weltweite Marktführerschaft ausgebaut. Der Umsatz weitete sich um 2,5% auf 2,778 Mrd. Fr. aus. In Franken betrug das Wachstum 3,6%.
In der Duftsparte nahm der Umsatz um 4,2% auf 1,131 Mrd. Fr. zu. Die Zunahme wurde getrieben von den Konsumentenprodukten, die das fünfte Jahr in Folge starke Zuwächse erzielten.
In der Aromensparte stiegen die Verkäufe nur um 1,3% auf 1,647 Mrd. Franken. Flach verlaufen sei das Geschäft insbesondere in Nordamerika und Westeuropa. Stark zulegen können habe Givaudan dagegen im Raum Asien/Pazifik, Lateinamerika und Osteuropa.
Erwartungen übertroffen
Mit den ausgewiesenen Zahlen übertraf die im Jahr 2000 von Roche abgespaltete Givaudan die Erwartungen der Analysten. Für 2006 ist Givaudan zuversichtlich, die führende Marktposition zu verteidigen und ein gutes Resultat zu erzielen.
Laut Konzernchef Gilles Andrier dürfte der Riechstoffmarkt um 1 bis 2%
wachsen, der Aromenmarkt um 2 bis 3 Prozent. Givaudan wolle das Marktwachstum erneut übertreffen.
Im Januar hatte der Konzern angekündigt, Aromenfabriken in den USA zusammen zu legen sowie Aromen mit niedrigen Margen bis 2007 auslaufen zu lassen, um die Profitabilität zu erhöhen. Ohne diese Produkte wäre Givaudan 2005 um 3,5% gewachsen.
Die Dividende für 2005 soll 17.60 Fr. je Aktie betragen. Das sind 8% mehr als im Vorjahr, als inklusive einer Sonderdividende 16.30 Fr. je Aktie ausgeschüttet worden waren.
Givaudan hat zudem sein derzeit laufendes Aktienrückkauf-Programm über 10% des Aktienkapitals respektive 720’000 Aktien bis 31. Mai 2007 verlängert.
swissinfo und Agenturen
Kennzahlen Givaudan Geschäftsjahr 2005:
Umsatz: 2,78 Mrd. Fr.
Betriebsgewinn vor Zins und Steuern (EBIT): 513 Mio. Fr.
Reingewinn: 406 Mio. Fr.
Dividende pro Aktie: 17,6 Fr.
Givaudan beschäftigt weltweit 5924 Personen.
Givaudan ist weltweit in zwei Geschäften tätig. Zum einen produziert der Konzern Riechstoffe, unter anderem für die Parfümindustrie, zum anderen Aromen für die Nahrungsmittelindustrie.
1895: Givaudan wird in Zürich gegründet.
1976: Explosion in der Chemiefabrik Icmesa, einer Givaudan-Tochter, im norditalienischen Seveso. Dies führt zur schlimmsten Giftkatastrophe Europas.
1991: Fusion mit Roche-Tochter Roure. Es entsteht einer der weltweit führenden Duft- und Aromenhersteller.
2000: Givaudan wird von Roche in die Selbständigkeit entlassen.
2002: Akquisition von FIS, der Aromen-Tochter von Nestlé und der US-Firma International Bioflavors IBF. Givaudan wird damit globaler Branchenführer.
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