Goldregen über der Nationalbank
Der Gesamterfolg der Schweizerischen Nationalbank (SNB) ist letztes Jahr von 4,5 Mrd. auf 28,2 Mrd. Franken geklettert. Grund für diese Steigerung ist die Neubewertung des Goldes zum Marktpreis vom 1. Mai 2000. Diese brachte einen ausserordentlichen Gewinn von 27,7 Mrd. Franken.
Geschmälert werde der Aufwertungsgewinn allerdings durch einen Verlust auf dem Gold von 2,2 Mrd. Franken, der vor allem durch den seither eingetretenen Rückgang des Goldpreises entstanden sei. Dies schreibt die SNB in ihrem am Dienstag (03.04.) veröffentlichten Geschäftsbericht weiter.
Gemäss Vereinbarung erhalten Bund und Kantone laut SNB aus der Rechnung 2000 wiederum 1,5 Mrd. Franken. Der Generalversammlung soll die Ausschüttung der Maximaldividende von 6 % beantragt werden.
Viel Geld aus den Devisenanlagen
Auf den Devisenanlagen erzielte die SNB zusammen mit den Zinsen einen Erfolg von 3,4 Mrd. Franken (1999: 373 Mio. Franken). Wechselkursbedingte Wertveränderungen wirkten sich mit minus 1,1 Mrd. Franken aus. Der Nettoertrag habe 1,5 Mrd. Franken betragen (1999: 296 Mio. Franken), schreibt die SNB weiter.
Vom Gesamterfolg will die SNB 18,9 Mrd. Franken einer neuen Rückstellung für die vorgesehene Abtretung des nicht für monetäre Zwecke benötigten Goldbestandes zuführen. Weitere 6,6 Mrd. Franken gehen in eine Spezialrückstellung für die Markt- und Liquiditätsrisiken auf dem Gold und 1,2 Mrd. Franken in die allgemeine Rückstellung.
Kompetenzzentrum für die Stabilität des Finanzsystems
Die Nationalbank baue unter der Leitung des Direktorium-Mitglieds Niklaus Blattner ein Kompetenzzentrum für die Stabilität des Finanzsystems auf, schreibt die SNB weiter. Dieses soll die Kräfte bündeln, die sich bei der Nationalbank mit Fragen der Finanzmarkt-Stabilität, der Zahlungssysteme und der Leistungsfähigkeit des Finanzsektors befassen.
swissinfo und Agenturen
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