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Grounding schlimmer als Terror

Nach dem Grounding der Swissair-Flotte brachen die Passagier-Zahlen regelrecht ein. Keystone Archive

Durch das Swissair-Grounding verloren die Schweizer Flughäfen fast eine Million Passagiere - während die Attentate nur wenig Auswirkung zeigten. Die Liquidierung der Swissair geht voran.

Nach den Attentaten in den USA und dem Swissair-Grounding brachen die Passagier-Zahlen massiv ein, wie Zahlen des Bundesamts für Zivilluftfahrt (BAZL) zeigen.

Flugbewegungen, Passagierzahlen und Frachtvolumen gingen im September – also nach den Attentaten in New York – nur geringfügig zurück. Erst nach dem Grounding vom 2. Oktober kam der grosse Einbruch: In Zürich wurden 24% weniger Flug-Bewegungen registriert. Die Passagierzahlen gingen um 38% zurück und Fracht wurde nur noch halb soviel verladen.

Nach Mio.-Einbruch Trendwende?

Zusammen mit den Passagier-Einbrüchen in Genf und Basel-Mulhouse gingen dem Schweizer Luftverkehr fast eine Mio. Passagiere verloren.

Gemäss Nachfrage des BAZL bei den Fluggesellschaften scheinen sich die Zahlen seit November aber wieder zu stabilisieren. Allerdings könne noch von keiner Trendwende gesprochen werden.

Flughäfen gesichert

Trotzdem ist der Betrieb der drei Landesflughäfen gesichert. Für die flugnahen Betriebe der SAirGroup seien teils provisorische und teils definitive Lösungen gefunden worden, teilten das Zürcher Volkswirtschafts-Departement und die Flughafen Zürich AG mit.

Die Projektgruppe «Flugnahe Betriebe» habe der SR Technics einen einjährigen Liquiditäts-Kredit von 100 Mio. Franken gewährt. Dieser müsse zurückgezahlt werden, sobald SR Technics einen neuen Eigentümer gefunden habe.

Für die Swissair-Abfertigungstochter Swissport befänden sich die Verkaufs-Verhandlungen auf gutem Wege, hiess es weiter. Die Gepäck-Sortieranlage und die Energieversorgung von Swissport werde derweil der Flughafen übernehmen.

Bordverkauf geregelt

Der Bordverkauf in der neuen Airline wird wie bisher bei Swissair und Crossair von der Zürcher Nuance Group übernommen. Ein entsprechender Vertrag wurde am Freitag unterzeichnet.

Fortschritte gab es derweil beim weiteren Verkauf von Tochtergesellschaften der maroden Swissair Group: Mit der britischen Investment-Firma Candover wurde ein Abkommen über den Verkauf von Swissport, der Bodenabfertigungs-Firma, erzielt. Nun wird die Transaktion den zuständigen Instanzen vorgelegt. Der definitive Abschluss der Transaktion sei in den ersten Tagen des neuen Jahres zu erwarten, hiess es beim Swissair-Konzern.

Sachwalter erwartet Klagenflut

Swissair-Sachwalter Karl Wüthrich erwartet im Zusammenhang mit den im Nachlass stehenden Swissair-Gesellschaften Zehntausende von Forderungen. Die Frist für die Anmeldung von Gläubiger-Ansprüchen beginnt am kommenden 9. Januar.

Die Nachlassrichter in Zürich und Bülach hätten inzwischen dem Vertrag zwischen der Atraxis und der EDS zugestimmt, sagte Wüthrich weiter.

Wie die Restorama AG werde nun nach der Zustimmung des Zürcher Nachlassrichters auch die Rail Gourmet Holding AG an die Compass-Group verkauft.

swissinfo und Agenturen

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