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Heizöl bleibt in der Schweiz teuer

Rolf Hartl, Geschäftsführer der Erdölvereinigung Keystone

In der Schweiz bliebt das Heizöl nach Ansicht der Erdölvereinigung - trotz des OPEC-Entscheids zur Erhöhung der Ölfördermengen - vorderhand teuer. Längerfristig dürfte sich das Preisniveau aber wieder nach unten bewegen. So die Prognose.

«Ich glaube, dass die Achterbahn bei den Preisen kurzfristig bestehen bleibt», sagt der Geschäftsführer des Branchenverbandes «Erdölvereinigung», Rolf Hartl zur Entwicklung bei den Heizölpreisen.

Wegen der momentan starken Nachfrage nach Heizöl könnten die Preise trotz der OPEC-Beschlüsse kurzfristig sogar noch fester tendieren. Die OPEC-Minister hätten mit ihrem Entscheid keine Trendwende beim Rohölpreis eingeläutet. Dafür wäre eine grössere Erhöhung der Ölfördermengen nötig gewesen, meint Hartl.

Es wird billiger, aber wann!

Heizölkonsumenten, welche ihre Tanks im Hinblick auf den Winter füllen müssen, rät Hartl weiterhin, dies zu tun. Jene Kleinkonsumenten, welche ohne Heizöl zu tanken durch den Winter kommen, könnten abwarten und auf eine Verbilligung hoffen. Längerfristig ist laut Hartl davon auszugehen, dass die Preise wieder herunterkommen. «Die grosse Unbekannte ist aber das Wann», fügte er hinzu.

Auch die OPEC-Minister seien sich bewusst, dass sich das aktuelle Preisniveau für Rohöl nicht halten lasse, weil sonst der Druck zugunsten von Konkurrenz-Energieträgern steigen und weil die Konsumenten sparsamer würden.

Er erinnerte im weiteren daran, dass die OPEC schon lange festgehalten habe, dass der faire Preis für das Fass Rohöl bei 22 bis 25 Dollar liege. Das Kunststück der OPEC werde es sein, auf dieses Niveau herunterzukommen ohne einen Preiskollaps zu riskieren.

swissinfo und Agenturen

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