Jüngere profitieren von Rückgang der Arbeitslosigkeit
Die bis 49-Jährigen haben im Juni am meisten von der Erholung auf dem Arbeitsmarkt profitiert. Die grössten Chancen, wieder eine Stelle zu finden, hatten die Erwerbslosen im Gastgewerbe, wie die Detailzahlen des seco zeigen.
Mit Ausnahme des Unterrichts und der Forschung nahm die Arbeitslosigkeit in allen Wirtschaftszweigen ab.
Ende Juni waren bei den Arbeitsvermittlungszentren noch 65’962 Arbeitslose eingeschrieben, 3’826 Personen oder 5,5 Prozent weniger als einen Monat zuvor. Die Arbeitslosenquote verminderte sich damit – wie bereits berichtet – um 0,1 Prozentpunkte auf 1,8 Prozent.
Die Zahl der Stellensuchenden verringerte sich auf 119’828 Personen, wie die am Dienstag (18.07.) veröffentlichten Detailangaben des Staatssekretariats für Wirtschaft (seco) zeigen.
Dies entspricht gegenüber dem Vormonat einer Abnahme um 5’455 Personen oder 4,4 Prozent. Sämtliche Altersgruppen sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern wiesen fallende Arbeitslosenzahlen aus. Die grössten Abnahmen verzeichneten dabei die 25- bis 29-Jährigen (minus 7,2 Prozent), während es die über 49-Jährigen schwerer hatten.
Bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt hatten im Juni auch die Lehrlinge (minus 5,0 Prozent) und die Hilfskräfte, welche mit minus 7,7 Prozent bei den Funktionen die stärkste Abnahme aufwiesen. Aber auch die Kaderleute verzeichneten mit minus 3,5 Prozent eine nennenswerte Reduktion.
Bei den Männern ging die Arbeitslosenquote um 0,1 Prozentpunkte auf 1,5 Prozent, bei den Frauen um ebensoviel auf 2,3 Prozent zurück. Die Arbeitslosenquote der Ausländer sank um 0,3 Prozentpunkte auf 3,7 Prozent, jene der Schweizer blieb unverändert bei 1,3 Prozent.
Damit sind 45,4 Prozent aller Arbeitslosen ausländischer Nationalität. Nach Wirtschaftszweigen entfiel der stärkste Rückgang auf das Gastgewerbe (minus 8,1 Prozent), den Handel (minus 5,3 Pozent) und das Baugewerbe (minus 13,3 Prozent). Eine Zunahme der Arbeitslosigkeit um 2,0 Prozent verzeichnete einzig der Bereich Unterrichtswesen, Forschung und Entwicklung.
Abnahme in sämtlichen Kantonen
In der Deutschschweiz bildete sich die Arbeitslosenquote um 0,1 Prozentpunkte auf 1,5 Prozent zurück, in der lateinischen Schweiz um 0,2 Prozentpunkte auf 2,7 Prozent. Alle Kantone verzeichneten eine Abnahme, am deutlichsten gingen die Arbeitlosenzahlen aber in der Waadt, in Zürich, Bern, dem Wallis, St. Gallen und Graubünden zurück. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen verminderte sich gegenüber dem Vormonat um 2,8 Prozent auf 14.186 Personen. Damit waren 21,5 Prozent aller Arbeitslosen länger als ein Jahr ohne Anstellung. Die Zahl der bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren gemeldeten offenen Stellen nahm um 0,7 Prozent auf 15’620 Stellen ab.
Swissinfo und Agenturen
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