Proteste wegen Triumph-Entlassungen in Asien
Vor den Schweizer Botschaften in Bangkok und Manila wird demonstriert, weil der Wäschekonzern Triumph International mit Sitz in Bad Zurzach auf den Philippinen und in Thailand rund 3600 Näherinnen entlassen hat.
«Systematische Einschüchterung» werfen in einer gemeinsamen Erklärung die Entwicklungsorganisation Erklärung von Bern (EvB) und die Gewerkschaft Unia dem Schweizer Unterwäsche-Hersteller vor.
In einem ehemaligen Zulieferbetrieb von Triumph, der Worldwell Garment Company, wurde Anfang Mai sogar der gesamten Belegschaft gekündigt. Die 41 Betroffenen wurden ohne ihre ausstehenden Löhne und ohne die gesetzlich verpflichtete Kompensationszahlung nach Hause geschickt.
EvB und Unia reklamieren, dass von den Entlassungen und Schliessungen ausschliesslich gewerkschaftlich gut organisierte Fabriken betroffen seien.
Triumph bestreitet die Vorwürfe. Die betroffenen Mitarbeitenden seien schriftlich informiert und die lokalen und internationalen Gesetze eingehalten worden. Auf die Entwicklung bei der Firma World Well habe Triumph keinen Einfluss gehabt. Triumph sei einer von vielen und bei weitem nicht der grösste Kunde von World Well gewesen.
Die weltweite Rezession habe zu einem Nachfragerückgang geführt, begründet der Wäschekonzern seine Massnahmen. Der Abbau in Thailand und den Philippinen wird als Teil eines weltweiten Restrukturierungprogramms beschrieben.
swissinfo.ch und Agenturen
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