Sabena klagt nicht gegen Swissair
Sabena hat sich der Klage der belgischen Regierung gegen Swissair nicht angeschlossen. Am Vortag hatte Sabena-Verwaltungsrats-Präsident Fred Chaffart erklärt, Sabena schliesse sich der Klage an. Der blockierten Swissair-Airbus auf dem Flughafen Brüssel-Zaventem wurde freigegeben.
Die Blockade sei pünktlich um 19 Uhr abgebrochen worden, sagte Swissair-Sprecher Rainer Meier.
Unmittelbar danach seien die Swissair-Flüge nach Brüssel wieder aufgenommen worden. Wegen der Aktion hatte die Schweizer Airline einzelne Flüge zwischen Zürich und Brüssel annulliert. Weitere Verbindungen waren ins niederländische Maastricht verlegt worden.
Sabena klagt nicht
Der Verwaltungsrat von Sabena hat noch keinen Entscheid über eine Klage gegen die Swissair Group gefällt. Vor einer solchen Klage muss Sabena erst prüfen, ob das Verhalten von Swissair schädlich für die Führung des belgischen Flugunternehmens war, wie Sabena-Sprecher Olivier Gillis erklärte.
Anders als der belgische Staat könne Sabena keine Klage gegen einen seiner Aktionäre einreichen, der seine Verpflichtungen nicht einhalte, sagte Gillis: «Sabena könnte nur in Bezug auf die Unternehmensführung eine Klage einreichen, und diesen Bereich überprüfen wir derzeit.»
«Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es somit keine Klage, die von Sabena gegen die Swissair Group eingereicht worden wäre», hielt Gillis fest. Verwaltungsrats-Präsident Chaffart hatte nach der Verwaltungsratssitzung vom Dienstag sowie danach vor den Medien erklärt, Sabena schliesse sich der Klage (des Belgischen Staates) gegen Swissair an.
swissinfo und Agenturen
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