Schweizer Exporte nach USA auf Rekordniveau
Die Schweizer Exporte in die USA sind auf einem Rekordniveau. Ihr Ausfuhrwert nahm im ersten Halbjahr 2000 auf über 13 Mrd. Franken oder 11,5 Prozent der gesamten schweizerischen Exporte zu. Damit sind die USA hinter Deutschland der wichtigste Abnehmer.
Von der seit mehreren Jahren dauernden Wirtschaftshausse in den USA konnte die schweizerische Wirtschaft sichtlich profitieren, wie die Eidgenössische Zollverwaltung am Donnerstag (17.08.) mitteilte. So nahm der Ausfuhrwert der Exporte nach den USA innert elf Jahren von rund 5,5 Mrd. Franken (8,3 Prozent) auf 13,003 Mrd. (11,4 Prozent) im Jahr 1999 zu. Zwischen 1988 und 1995 bewegte sich der jeweilige Wertanteil an der Gesamtausfuhr noch in einer Bandbreite von 7,4 bis 8,8 Prozent.
Höhenflug ab Mitte der 90er Jahre
Erst ab Mitte der 90er-Jahre setzte laut Zollverwaltung der eigentliche Höhenflug ein und erreichte im ersten Halbjahr 2000 mit einem Anteil von 11,5 Prozent den bisherigen Höchststand. Neben der robusten Konjunkturlage in den USA dürfte auch der seit 1997 wieder schwächere Schweizer Franken massgeblich zum Wachstumsschub beigetragen haben.
Der Wert der aus den USA importierten Güter belief sich 1999 auf rund 6,9 Mrd. Franken und nahm anteilsmässig auf 6,1 Prozent der gesamten Importe ab. Dieser scherenförmige Verlauf zwischen Ein- und Ausfuhrwachstum führte laut Zollverwaltung dazu, dass der Aktivsaldo in der Handelsbilanz mit den USA in den vergangenen Jahren markant zunahm.
Uhren und Textilmaschinen büssten ein
Von den im ersten Halbjahr 2000 in die USA exportierten Waren entfielen fast 40 Prozent auf die drei Produktegruppen Pharmaerzeugnisse, Uhren und Präzisionsinstrumente. Ein Vergleich zwischen dem Anteil der einzelnen Warengruppen im Jahre 1988 und jenem im ersten Semester 2000 zeigt laut der Zollverwaltung, dass der Bereich Pharmazeutika, Vitamine und Diagnostika das grösste Wachstum verzeichnete. Überdurschnittlich wuchsen in diesem Zeitraum aber auch die Lieferungen von Präzisionsinstrumenten, elektrischen und elektronischen Artikeln sowie Büromaschinen.
Demgegenüber verloren die Sparten Textilien und Schuhe, agrochemische Erzeugnisse, Farbkörper sowie Textilmaschinen und Uhren zum Teil deutlich. Markant eingebüsst hat namentlich der Bereich Textilmaschinen, dessen Wertanteil von 5,3 Prozent im Jahr 1988 auf nur noch 1,5 Prozent im ersten Halbjahr 2000 sank.
swissinfo und Agenturen
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