Strassenrechnung 1998: 805 Mio. Franken Überschuss
Der Strassenverkehr in der Schweiz hat 1998 zum fünften Mal in Folge seine direkten Kosten voll gedeckt und einen Ertragsüberschuss von 805 Mio. Franken erwirtschaftet. Der Eigenwirtschaftlichkeitsgrad erhöhte sich von 101,4 Prozent auf 112,5 Prozent.
Nach Angaben des Bundesamtes für Statistik (BFS) liegt die markante Verbesserung der Strassenrechnung zum Teil in methodischen Anpassungen an die Entwicklung der letzten Jahre im Rahmen der «Revision Strassenrechnung 2000».
Kapitalrechnung zum fünften Mal in Serie positiv
So schliesst die Kapitalrechnung für 1998 mit einem provisorischen Überschuss von 805 Mio. Franken ab, verglichen mit 92 Mio. Franken 1997. Mit dem Plus von 713 Mio. Franken stieg der Grad der Eigenwirtschaftlichkeit auf 112,5 Prozent (1997: 101,4 Prozent). Der Strassenverkehr deckte damit zum fünften Mal in Folge die direkt verursachten Kosten.
Positives Resultat auch bei der Ausgabenrechnung
Erstmals ein positives Resultat seit Beginn der statistischen Erhebung vermeldet auch die Ausgabenrechnung. Sie repräsentiert die effektiven jährlichen Strassenausgaben beziehungsweise das für den Strassenbau und -unterhalt und den Betrieb des Strassennetzes eingesetzte Kapital der öffentlichen Hand.
Die Ausgaben
Für die Schweizer Strassen wurden 5,987 Mrd. Franken ausgegeben. Davon entfielen 2,269 Mrd. Franken (1997: 2,343 Mrd. Franken) auf die Nationalstrassen, 1,724 Mrd. Franken (1,765 Mrd. Franken) auf die Kantonsstrassen und 1,994 Mrd. Franken (2,068 Mrd. Franken) auf die Gemeindestrassen.
Nach Abzug der Einnahmen aus Parkgebühren und Beiträgen Dritter verblieben laut BFS Nettoausgaben von 5,688 Mrd. Franken (1997: 5,894 Mrd. Franken). Davon sind laut BFS gemäss den Berechnungsgrundlagen der Strassenrechnung 87,8 Prozent oder 4,996 Mrd. Franken (5,170 Mrd. Franken) anrechenbar.
Zusammen mit dem kumulierten Zins der Fehlbeträge für das im Strassenwesen gebundene Kapital von 1,6 Mrd. Franken (1997: 1,864 Mrd. Franken) ergibt sich ein Gesamtwert von 6,596 Mrd. Franken.
Die Einnahmen
Die Einnahmen aus den Mineralölsteuern für Benzin und Diesel betrugen per Ende 1998 4,63 Mrd. Franken (1997: 4,42 Mrd. Franken).
Der Mineralölsteuerzuschlag machte dabei 1,861 Mrd. Franken aus. Automobilsteuer und kantonale Motorfahrzeugsteuern erzielten zusammen 1,888 Mrd. Franken (1,819 Mrd.).
Autobahnvignetten und Schwerverkehrabgabe kamen auf 432 Mio. Franken, 16 Mio. Franken mehr als im Vorjahr. Der Ertrag aus der Mehrwertsteuer erhöhte sich revisionsbedingt um 121 Mio. auf 311 Mio. Franken. Die anrechenbaren Einnahmen des Strassenverkehrs erreichten zusammen den Betrag von 7,261 Mrd. Franken (1997: 6,829 Mrd. Franken).
Der Deckungsgrad
Der Deckungsgrad der Ausgabenrechnung verbesserte sich damit gegenüber 1997 um 13,0 Prozentpunkte auf 110,1 Prozent (97,1 Prozent). Die Bilanz der Ausgaben und Einnahmen ergibt damit laut BFS einen provisorischen Überschuss von 665 Mio. Franken (1997: minus 205 Mio. Franken).
swissinfo und Agenturen
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