Swisscom kauft eigene Aktien
Trotz ihrer gefüllten "Kriegskasse" will die Swisscom nicht auf Einkaufstour im Ausland gehen. Das Unternehmen liebäugelt damit, eigene Aktien zurückzuerwerben.
Der europäische Markt wird momentan von sechs grossen Telekommunikations-Unternehmen beherrscht. Die Swisscom rangiert auf dem siebten Rang, weit hinter Nummer sechs. Um mit den Grossen zu konkurrieren, müsste sich die Swisscom gemäss Alder zum Beispiel die Nummer sieben oder acht einverleiben.
Ausländische Nischenmärkte
Doch das komme nicht in Frage. Die Risiken eines solchen Aufkaufs seien zu gross. Die Swisscom setze stattdessen auf ein «nachhaltiges» Wachstum, sagte Geschäftsführer Jens Alder Mitte dieser Woche. So investiert Swisscom etwa in ausländische Nischenmärkte wie bei der Swisscom-Tochter debitel. Die Investitions-Möglichkeiten dort seien aber begrenzt, so Alder.
Im Inland wolle Swisscom ihre Stellung konsolidieren. Ausser in der Informatik seien die Wachstums-Möglichkeiten auch hier sehr begrenzt. Dagegen könne die Gruppe ihren Cash Flow durchaus noch steigern, sagte der Swisscom-Chef.
Ansehnliches Finanzpolster
Finanziell ist die Swisscom gut gebettet. Die Schulden sind beglichen, das Finanzpolster beträgt 3 Milliarden. In den ersten neun Monaten des Jahres 2001 hat das Unternehmen seinen Reingewinn auf 5,75 Mrd. Franken verdoppelt.
swissinfo und Agenturen
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