Swisscom: Mehr Gewinn, weniger Umsatz
Das grösste Telekom-Unternehmen der Schweiz weist im ersten Halbjahr 2005 eine Gewinnzunahme um 47,4% auf 1,1 Mrd. Franken aus.
Doch die Verkäufe von Swisscom haben sich gegenüber der Vergleichsperiode um 1,7% auf 4,9 Mrd. Franken verringert, weil der Wettbewerb zugenommen hat.
Swisscom begründete den Gewinnsprung von 47,4% mit tieferen Abschreibungen sowie einem höheren Finanzergebnis. Der Umsatz nahm in der gleichen Berichtsperiode um 1,7% auf 4,912 Mrd. Franken ab.
Die Aussichten für das gesamte Jahr 2005 bleiben unverändert. Schon im Mai hatte Swisscom gewarnt, dass eine Abnahme im Umsatz und beim Betriebsgewinn (EBITDA) zu erwarten sei.
Im Bereich Fixnet war der Rückgang durch die geringeren Einnahmen beim Internet-Verkehr begründet, der durch die Zunahmen der ADSL-Anschlussgebühren nicht wettgemacht werden konnte.
Zudem spürte der Bereich Segment Solutions starken Preis- und Konkurrenzdruck, der die Einnahmen um 11,7% schrumpfen liess. Der Mobile-Bereich steigerte den Umsatz dank höherer Kundenzahl um ein Prozent.
Swisscom reagiert mit Kosteneinsparungen
Swisscom reagierte auf den Rückgang bei den Konzerneinnahmen zwar mit Kosteneinsparungen. Dennoch reduzierte sich der Betriebsgewinn (EBITDA) vor Steuern und Abschreibungen) um 2% auf 2,199 Mrd. Franken.
Der Ausblick auf das ganze Geschäftsjahr bleibt unverändert. Swisscom erwartet einen Rückgang beim Umsatz auf rund 9,6 Milliarden sowie einen EBITDA von rund 4,1 Mrd. Franken.
swissinfo und Agenturen
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