Swisscom will Sende-Anlagen verkaufen
Die Swisscom will sich von ihren Sendeanlagen für Radio und Fernsehen trennen. Gespräche über den Verkauf des Broadcasting-Bereichs seien mit verschiedenen Interessenten im Gange, bestätigte am Mittwoch (13.09.) Swisscom-Pressesprecher Sepp Huber.
Entscheide seien jedoch noch keine gefallen. Nicht bestätigen wollte Huber denn auch die Meldung der «Aargauer Zeitung», wonach der Broadcasting-Bereich mit mehreren hundert Sende-Standorten an das Telekommunikationsunternehmen NTL Inc. veräussert werden solle.
Gemäss «Aargauer Zeitung» soll NTL, zu der auch die Cablecom gehört, bereits am kommenden Freitag (15.09.) der Swisscom ein konkretes Kaufangebot unterbreiten. Der Wert der Anlagen mit weit über 200 Sendern an zum Teil prominenten Standorten wird auf gegen 600 Mio. Franken geschätzt.
Ein strategischer Entscheid
Der Verkauf des Broadcasting-Bereichs sei ein strategischer Entscheid, sagte Huber. Der Betrieb der Sendeanlagen sei ein Spezialgeschäft innerhalb der Telekommunikation und gehöre nicht mehr zum Kerngeschäft von Swisscom.
Im Bereich Broadcasting sind rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern tätig. Die Sendeanlagen dienen der Verbreitung von Radio- und Fernsehprogrammen der SRG SSR idée suisse sowie privater Veranstalter.
Bereits im März dieses Jahres hatte Swisscom bekannt gegeben, dass sie bis Ende 2001 die Satelliten-Kommunikation mit den Bodenstationen in Leuk VS, Zürich, Basel und Genf aufgeben wolle.
swissinfo und Agenturen
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