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Syngenta-Maisfeld zerstört

Sind die Parzellen bis in zwei Wochen nicht zerstört, wird der französische Umwelt-Aktivist Jose Bové aktiv. Keystone Archive

Rund 30 Gegner von gentechnisch veränderten Organismen haben am Samstag eine Gen-Mais-Parzelle des Schweizer Agrochemie-Konzerns Syngenta in der Bretagne (F) zerstört. Eine ganze Gemeinde wehrt sich damit gegen die Anpflanzung von Gen-Mais.

Die 62 m2 grosse Versuchs-Parzelle von Syngenta, die aus der Fusion der Agro-Bereiche von Novartis und AstraZeneca entstanden war, befand sich mitten in einem Feld mit traditionellem Mais. Die Gegner stammen vom linken Bauernverband «Confédération paysanne» und von lokalen Umweltschutz-Organisationen.

Der materielle Schaden dürfte nicht sehr gross sein, zumal es sich um ein kleines Feld gehandelt habe, sagt Syngenta-Sprecher Rainer von Mielecke. Hingegen sei der Rückschlag für die Forschung gross.

Im Rahmen einer Langzeit-Untersuchung habe der Konzern die Resistenz von Mais gegen Pilzkrankheiten erforschen wollen. Der Versuch sei im Übrigen vom französischen Landwirtschafts-Ministerium bewilligt worden. Ob gegen die Täter geklagt wird, ist laut dem Sprecher noch offen.

Der Gemeinderat von Chasné, der Gemeinde in der Bretagne, wo sich das Versuchsfeld befand, war im April über die Versuche informiert worden. Er erliess darauf eine Verfügung, in der er forderte, dass die Versuche so schnell wie möglich eingestellt würden. Die Verfügung wurde später als illegal bezeichnet. Ein Rekurs ist vor dem Verwaltungsgericht hängig.

Die französische Regierung hatte den Versuchen zugestimmt. Druck machte aber später der linke Bauernverband. Er forderte die Regierung auf, alle gentechnischen Versuchsparzellen in Frankreich bis zum 12.August zu zerstören.

Nach diesem Datum drohen die Gegner mit der eigenhändigen Zerstörung der Parzellen. Bauernführer José Bové rief zu «zivilem Ungehorsam» auf.

swissinfo und Agenturen

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