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Ungültige Banknoten für 244 Mio. Franken

Diese einst begehrten Banknoten sind heute wertloses Altpapier Keystone

Rund um den Globus liegen in geheimen Sparstrümpfen alte Schweizer Banknoten im Wert von 244 Mio. Franken. Der Gegenwert der nicht eingetauschten Noten ist inzwischen - gemäss Gesetz - dem Elementarschädenfonds überwiesen worden.

Der Elementarschädenfonds ist der Schweizerische Fonds für die Hilfe bei nicht versicherbaren Elementarschäden.

Rekordbetrag

Der Betrag von 244 Mio. Frank ist die grösste Summe, die je aus einer Notenumtauschaktion in die Fondskasse geflossen ist. «Uns erstaunt die Höhe des Betrages ebenfalls. Wahrscheinlich war der Notenumlauf sehr, sehr gross», meinte Geschäftsführer des Elementarschädenfonds, Hanspeter Waldburger, gegenüber swissinfo.

Bereits vor Ablauf der Frist am 30. April 2000 hatte die Schweizerische Nationalbank die Bevölkerung dazu aufgerufen, alte Tresore, Geheimschubladen oder Sparstrümpfe auf eventuelles Geld aus den Fünfzigerjahren mit den Portraits von Henri Dufour oder Gottfried Keller zu überprüfen und innerhalb der gesetzlichen Frist umzutauschen.

Wer zu spät kommt…

Viele Leute sind diesem Appell aber nicht nachgekommen. Das Altgeld ist heute wertlos. Die Nationalbank nimmt keine Banknoten aus dieser Serie zurück und verweist sie an den Elementarschädenfonds.

«Bei uns haben rund 1000 Personen ein Gesuch gestellt, um den Gegenwert der Noten vollständig oder teilweise zurückzubekommen», erklärte Hanspeter Waldburger vom Elementarschädenfonds. Die Gesamtsumme beläuft sich auf 1 Mio. Franken.

Grosszügige Praxis

Einen grossen Teil der Gesuche hat der Fonds bereits gutgeheissen. Geschäftsführer Waldburger: «Wir wollen kulant sein, vor allem auch, weil wir eine solch grosse Summe von der Nationalbank erhalten haben.»

Jedes dieser Gesuche muss aus Sicherheitsgründen einzeln geprüft werden. Für den Elementarschädenfonds bedeutet das einen sehr grossen Aufwand. Hanspeter Waldburger: «Vor allem auch darum, weil uns der Sturm Lothar zusätzlich eine Rekordzahl an Gesuchen von Geschädigten beschert hat. Auch diese Gesuche gelangen an uns.» So kamen, zusammen mit den Altgeldgesuchen und den Sturmschäden, über 13’000 Gesuche zusammen. Normalerweise bearbeitet der Fonds rund 2’500 Gesuche pro Jahr. «Wir werden deshalb ab dem ersten Oktober keine Gesuche aus der Schweiz mehr entgegennehmen.»

Die Leute hätten nämlich während mehr als 20 Jahren Zeit gehabt, diese Banknoten einzutauschen. Grosszügiger werden Anfragen aus dem Ausland gehandhabt. Hanspeter Waldburger: «Wenn Gesuchsteller aus dem Ausland, die noch altes Geld besitzen und die entsprechenden Publikationen nicht gesehen haben, eine Anfrage stellen, werden wir diese selbstverständlich noch prüfen.»

Ruth Bossart, swissinfo

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