Virt-x auf bestem Weg
Am Montag (09.07.) ist die letzte Etappe von virt-x, der ersten paneuropäischen, elektronischen Börse, erfolgreich abgeschlossen worden: Nebst britischen und schweizerischen Aktien werden jetzt auch europäische Blue Chips gehandelt: Sie repräsentieren rund 80 Prozent des gesamt-europäischen Marktanteils.
Der Handel an der neuen schweizerisch-britischen Bluechip-Börse virt-x verläuft seit dem Start vor zwei Wochen /25.06.) reibungslos. «Wir haben einen guten Start gehabt», bestätigt Thomas Weisshaar von virt-x gegenüber swissinfo. «Wir begannen mit schweizerischen und englischen Aktien, insgesamt 229 Titel.» Die Verschiebung des Schweizer Marktes auf virt-x sei problemlos erfolgt; technische Probleme hätte es keine gegeben, sagt der Börsen-Experte.
Die Befürchtungen vieler Finanzinstitute und börsenkotierter Unternehmen gegenüber virt-x haben sich, so Weisshaar, nicht bestätigt. «Das Modell, welches virt-x anbieten kann, hat die kritischen Stimmen umgestimmt», erklärt Weisshaar die positive Entwicklung. «Man hat gesehen, dass die Technologie keine Probleme schafft. Die Transaktionen laufen ohne Schwierigkeiten.»
Aufbauphase zu Ende
Am Montag (09.07.) ist die letzte Etappe der neuen Börse abgeschlossen worden. Das heisst: Nebst den britischen und schweizerischen Titeln werden nun auch europäische Blue Chips an virt-x gehandelt. Die 613 Titel machen rund 80 Prozent des europäischen Handelswertes aus. Ob der Erfolg von virt-x weitergeht, hängt jetzt davon ab, ob sich virt-x festigen kann. Neue Mitglieder müssen angebunden und die Liquidität gesichert, ja gesteigert werden.
Virt-x ist die Antwort der Schweizer Börse auf die Konzentration der Aktien-Handelsplätze. Das Gemeinschafts-Unternehmen der Schweizer Börse SWX und der elektronischen Londoner Börse Tradepoint will eine der wichtigsten Handelsplattformen für Blue Chip-Werte Europas werden.
Carole Gürtler
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