ZFS-Verlust definitiv
Die Zurich Financial Services (ZFS) haben ihren angekündigten Verlust von 387 Mio. Dollar bestätigt. Die Aktien quittierten diese Nachricht mit einem Kurssturz.
Über das Resultat des vergangenen Geschäftsjahres sei die Zurich enttäuscht, wird Zurich-Konzernchef und Verwaltungsrats-Präsident Rolf Hüppi in einer Mitteilung vom Donnerstag zitiert. Nach mehreren Gewinnwarnungen setzt der Konzern nun auf Vorsicht.
«Vor dem Hintergrund der anhaltend hohen Volatilität der Versicherungsrisiken und des unsicheren wirtschaftlichen Umfeldes schätzen wir die Zukunft vorsichtig ein», sagte Hüppi.
Finanzgemeinde ungnädig
Der Verlust von 387 Mio. Dollar gegenüber einem Gewinn von 2,3 Mrd. Dollar im Vorjahr wird vorab mit den Folgen der Terroranschlägen in den USA vom vergangenen September sowie den schwachen Aktienmärkten begründet. Die Bruttoprämien-Einnahmen sind im Jahr 2001 um 12% auf 56,2 Mrd. Dollar angewachsen.
Diese Zahlen wurden schon am 11. März bekannt gegeben. Schon dann musste die Aktie an der Börse nach Eröffnung einen herben Absturz hinnehmen. Auch diesmal: Die Aktien brachen in den ersten Handelsminuten um 3,9% auf 357 Franken ab.
Wenig erfreut zeigte sich die Finanzgemeinde, dass die Zurich noch keine Angaben zu einem neuen Konzernchef (CEO) machte. Rolf Hüppi hatte Ende Februar bekannt gegeben, dass er sein Doppelmandat als CEO und Verwaltungsrats-Präsident per Mitte Jahr abgeben werde. Er bleibt aber im Amt des Verwaltungsrats-Chefs.
swissinfo und Agenturen
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