Ein hoher Ölpreis nützt allen – primär der Natur
Der Preis nicht erneuerbarer Energien soll deren Knappheit und Auswirkungen auf die Umwelt entsprechen. Mittelfristig nütze eine Erhöhung des Ölpreises allen, sagte BUWAL-Direktor Philippe Roche am Dienstag (21.11.) an der UNO-Klima-Konferenz in den Haag.
Sie erlaube eine Reduktion des Konsums und gewährleiste den Öl produzierenden Ländern gleichwertige und nachhaltige Einkommen. Ein erhöhter Preis fördere zudem die Entwicklung und den Einsatz von wirksameren Technologien.
Davon profitiere die Stabilität des Klimas, führte der Direktor des Bundesamtes für Umwelt Wald und Landschaft (BUWAL) weiter aus. Niemand könne mehr daran zweifeln, dass die globale Erwärmung zur Realität geworden sei. Und die Gründe dafür seien der massive und ineffiziente Einsatz von fossilen Brennstoffen und die Abholzung der Wälder.
Für die Schweiz habe eine nachhaltige Reduktion von Treibhausgasen Priorität. Die Schweiz habe bereits Massnahmen ergriffen, um ihre Verpflichtungen im Rahmen des Protokolls von Kyoto zu erfüllen, betonte Roch.
So wurde das Gesetz zur Reduktion von Kohlendioxid (CO2) vom Parlament verabschiedet, mit dem sich die Schweiz zur Reduktion der Emissionen um zehn Prozent bis 2010 verpflichtet. Zudem seien Verhandlungen mit der Industrie und den Transport-Unternehmen aufgenommen worden, um die Ziele des Protokolls mit freiwilligen Massnahmen zu erreichen.
Die Schweiz sei aber auch überzeugt, dass die Förderung von Treibhausgasspeichern, wie beispielsweise Wälder, erhebliche Vorteile für die Stabilisierung des Klimas habe. Die Schweiz engagiert sich auch beim Wiederaufbau des Umweltfonds der UNO und der Weltbank, um die Mittel des Fonds zu erhöhen.
Zwischen 2008 und 2012 sollen in den Industriestaaten gemäss dem Kyoto-Protokoll die Emissionen von Kohlendioxid (CO2) und anderen Treibhausgasen um durchschnittlich rund fünf Prozent im Vergleich zum Jahr 1990 sinken. Die USA müssen ihre Emissionen dem Protokoll zufolge um sieben Prozent verringern, die EU – wie die Schweiz – um insgesamt acht Prozent.
swissinfo und Agenturen
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch