Genf: Teilchen-Beschleuniger LEP am CERN abgeschaltet
Der LEP könnte aber möglicherweise im nächsten Jahr doch wieder eingeschaltet werden, erklärte das CERN. "Schuld" daran sind Hinweise auf die Existenz des Higgs-Teilchens. Erhärten sie sich, müsste die neue Maschine warten.
Das Higgs-Teilchen gilt als letztes fehlendes Glied in der so genannten Standardtheorie und liefert die Erklärung für die unterschiedliche Masse der Elementarteilchen. Es könnte Physikern helfen, Phänomene wie die Gravitation besser zu verstehen, wurde in Genf am Freitag (03.11.) gesagt.
Auswirkungen auf das CERN
Bei einem Beweis für die Existenz des Higgs-Teilchens könnte wegen politischen und finanziellen Folgen die ganze Planung des CERN betroffen werden. Falls der LEP wieder eingeschaltet werde, würde sich der Bau der Nachfolgemaschine verzögern. Ein Entscheid könnte in der kommenden Woche fallen.
Der LEP in Genf war 1989 in Betrieb genommen worden. Das CERN hat sich zum Ziel gesetzt, die Zusammenarbeit der europäischen Staaten auf dem Gebiet der Kern- und Teilchenphysik für friedliche Zwecke zu fördern.
swissinfo und Agenturen
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