Kampagne über die Rechte von Müttern am Arbeitsplatz
Mit einer nationalen Kampagne will der Christlichnationale Gewerkschaftsbund (CNG) werdende und junge Mütter besser über ihre Rechte am Arbeitsplatz aufklären. Frauen steigen immer seltener wegen Familienpflichten aus dem Berufsleben aus.
Um Mutterschaft und Erwerbsarbeit möglichst optimal miteinander in Einklang zu bringen, müssten die betroffenen Frauen über ihre Rechte Bescheid wissen. Dies sei das Ziel der Informationskampagne infoMutterschaft, teilte der CNG am Donnerstag (02.11.) zum Kampagnenstart mit. Projektpartner sind der Schweizerische Hebammenverband und der Katholische sowie der Evangelische Frauenbund.
Das Eidgenössische Gleichstellungsbüro unterstützt das Projekt zudem finanziell, weil ihm eine breite Information der Mütter über ihre Rechte im Erwerbsleben ebenfalls ein Anliegen sei.
Die Rechtslage bezüglich Schwangerschaft und Mutterschaft am Arbeitsplatz ist laut CNG nicht einfach zu überblicken. Eine Broschüre «Erwerbstätig und schwanger» will eine verständliche Übersicht geben und auf besonders heikle Punkte aufmerksam machen.
Dabei wird insbesondere auch darauf hingewiesen, dass seit August das neue Arbeitsgesetz in Kraft ist, das punkto Gesundheitsschutz von schwangeren und stillenden Müttern wesentliche Verbesserungen enthält.
80’000 Neugeborene von erwerbstätigen Müttern
In der Schweiz werden nach Angaben des CNG jedes Jahr ungefähr 80’000 Kinder geboren, deren Mütter überwiegend erwerbstätig bleiben. Die Ergebnisse der Arbeitskräfteerhebung der 90er-Jahre hätten gezeigt, dass rund 65 Prozent der Frauen, die bereits vorher gearbeitet haben, auch nach der Niederkunft erwerbstätig blieben. In den 70er- und 80er-Jahren sah dies noch anders aus, wie der CNG feststellt.
Damals blieb nur rund ein Viertel der Frauen nach der Geburt des ersten Kindes im Erwerbsleben, drei Viertel waren nicht erwerbstätig. Einen wichtigen Einfluss dürften laut CNG finanzielle Überlegungen haben, da heute vor allem junge Familien häufig auf ein zweites Erwerbseinkommen angewiesen seien.
swissinfo und Agenturen
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