Lawinengefahr ist gross
Das Eidgenössische Institut für Schnee- und Lawinenforschung Davos (SLF) warnt vor grosser Lawinengefahr in den Nordalpen. Spontanlawinen sind zu erwarten, vereinzelte Tallawinen möglich. Strassen und Wege sind teilweise gefährdet.
Laut SLF fielen bis Ostersonntag-Mittag im Norden der Alpen innert 24 Stunden 20 bis 40 cm Schnee. Starke Westwinde verursachten dabei umfangreiche Triebschnee-Ansammlungen. Bis Ostermontag-Abend sind in den Nordalpen weitere 20 bis 40 cm, lokal auch 60 cm Neuschnee zu erwarten.
Das SLF warnt vor grosser Lawinengefahr. Die Gefahrenstellen liegen an Steilhängen oberhalb 1’500 Meter. Für das Wallis, den zentralen Alpenhauptkamm, Nord- und Mittelbünden sowie das Unterengadin gilt erhebliche, für die Vispertäler, das Simplongebiet sowie die übrigen Südtäler mässige Lawinengefahr.
Lawine im Glarnerland
Thomas Wiesinger vom SLF bezeichnete eine derart hohe Lawinenwarnstufe für Mitte April als «eher ungewöhnlich». Da die Temperaturen tief bleiben, wird auch die Gefahr von Lawinen bestehen bleiben.
Bereits am Karsamstag ist im Glarnerland eine grosse Lawine niedergegangen, allerdings ohne Schaden anzurichten. Wiesinger meint, die Lage werde sich erst am Dienstag bessern. Am Donnerstag erwarten die Meteorologen weitere Schneefälle.
swissinfo und Agenturen
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