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Novartis plant Gentech-Zentrum in Basel

Novartis will sein Forschungsteam verstärken. Keystone Archive

Der Pharmamulti Novartis plant ein neues Gentech-Zentrum für die Medikamenten-Forschung. Vorgesehen sind 300 neue Stellen und Investitionen von 100 Mio. Franken pro Jahr.

Die Planungen für ein neues Medikamenten-Forschungszentrum (Drug Discovery Center, DDC) in Basel seien bereits weit fortgeschritten, sagte Novartis-Pressechef Felix Räber auf Anfrage.

Bis Mitte Jahr werde die Konzern-Leitung definitiv über die Realisierung entscheiden. Novartis bestätigte am Mittwoch (25.04.) einen Bericht der «Basler Zeitung», der von 300 geplanten Stellen und einem Jahresbudget von rund 100 Mio. Franken sprach.

Dazu kommen Investitionen in gleicher Höhe. In der Anfangsphase soll Pharma-Forschungschef Paul Herrling die Leitung des DDC selber übernehmen. Bis zur Betriebsfähigkeit werden drei Jahre benötigt.

Reaktion auf Genom-Entschlüsselung

Mit dem neuen Forschungszentrum will Novartis seine Position in der Post-Genom-Ära verbessern. Die fortschreitende Entschlüsselung des menschlichen Genoms eröffne der Medikamenten-Entwicklung neue Möglichkeiten, sagte Räber. Die Zahl der medizinisch interessanten Eiweisse habe sich durch die Sequenzierung des Genomos vervielfacht.

Am DDC werde es vor allem darum gehen, die von den Genen produzierten Eiweisse auf ihre Wirkungen zu testen. Ziel sei es, Leitsubstanzen mit einem möglichst grossen Wirkungs-Potential für Medikamente zu bestimmen.

Die dafür notwendigen Tests verlaufen stark automatisiert und sind weitgehend roboter-gesteuert. Entsprechend würden am DDC nicht nur Molekular-Biologen und Biomediziner beschäftigt, sondern auch Ingenieure und Informatiker.

Forschungs-Standort Schweiz

Die Pläne für den Ausbau der Forschung in Basel seien ein Bekenntnis zum Forschungs-Standort Schweiz, sagte Räber. Nach der deutlichen Ablehnung der Gen-Schutz-Initiative habe die Schweiz wieder an Attraktivität gewonnen. Damit sich die Investitionen für Novartis lohnten, müsse der Staat die Grundlagen-Forschung an den Universitäten aber weiter ausbauen.

swissinfo und Agenturen

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