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Radioaktive Uhren aus Frankreich: Schweiz verstärkt Kontrollen

Das Tragen bestimmter Uhren kann gefährlich sein. Keystone Archive

Die Schweiz kontrolliert verstärkt die Einfuhr von bestimmten Uhren aus Südost-Asien, seit diese in Frankreich als radioaktiv gelten. Der französische Grossverteiler Carrefour hat die Uhren zurückgezogen, die Kobalt 60 enthalten.

«Unsere französischen Amtskollegen haben uns Mitte November darüber informiert», bestätigte am Sonntag (3.12.) Georges Piller von der Abteilung Strahlenschutz beim Bundesamt für Gesundheit (BAG) einen Bericht der Westschweizer Sonntagszeitung «dimanche.ch».

Die vom Markt genommenen Uhren gehören zu einer Serie von 4’500 Chrono-Männer-Uhren der Marke Trophy. Rund ein Drittel davon wurde verkauft. Das BAG schliesst nicht aus, dass auch Schweizer einige davon bei Carrefour in Frankreich gekauft haben.

Krebsrisiko

Die Hälfte der getesteten Uhren erwies sich als radioaktiv. Das Tragen einer solchen Uhr ist laut Piller mit einem Gesundheitsrisiko verbunden. Das Krebsrisiko werde verdoppelt, weil eine solche Uhr der natürlichen Dosis Radioaktivität, die jeder Mensch aufnehme, eine gleichwertige Menge hinzufüge. Piller betont aber, dass man damit lediglich ein ohnehin kleines Risiko verdopple.

Verstrahlter Stahl

Einige der Uhrbänder sollen mit verstrahltem Stahl fabriziert worden sein. Dieser stammt vermutlich aus Nuklearanlagen, denn Kobalt 60 kann laut Piller nur mittels Verstrahlung durch Neutronen hergestellt werden.

Vermehrte Kontrollen

Die Schweizer Grenzposten wurden aufgefordert, die Kontrollen bezüglich Import von Uhren und Armreifen aus Südostasien zu verstärken. Die Zöllner wurden dazu mit Radioaktivitäts-Messgeräten ausgestattet.

swissinfo und Agenturen

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