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Wieder mehr Asylgesuche

Die meisten Asylsuchenden kommen aus Jugoslawien. Keystone

1'727 Menschen haben im Mai in der Schweiz ein Asylgesuch eingereicht. Für das laufende Jahr ist dies ein neuer Rekord. Gegenüber April wurde eine Zunahme von 293 Gesuchen verzeichnet. Die Schweiz setzt sich für zwischenstaatliche Migrations-Regelungen ein.

Gegenüber dem Mai letzten Jahres nahmen die Gesuche um 12,5 Prozent (192 Gesuche) zu, teilte das Bundesamt für Flüchtlinge (BFF) am Donnerstag (07.06.) mit. Asylgesuche aus der Bundesrepublik Jugoslawien stehen auch im Mai mit 337 Gesuchen an erster Stelle.

392 Personen aus dieser Region verliessen im Mai die Schweiz. Insgesamt wurden in diesem Monat 1’442 Abgänge verzeichnet, mehr als im April.

Nach der Flüchtlings- eine Migrationskonvention

Die Flüchtlings-Problematik sei weitgehend gelöst, erklärte BFF-Direktor Jean-Daniel Gerber, in einem Interview mit der «Weltwoche». Im sogenannten «nichtschutzbedingten» Migrationsbereich brauche es aber vermehrt Regelungen. Deshalb setze sich die Schweiz für zwischenstaatliche Migrations-Regelungen ein. «Ziel ist eine Art Migrationskonvention», sagte Gerber.

Immer mehr Menschen suchten nach Aussagen Gerbers in einem anderen Land nach einer besseren Zukunft, weil sie unter wirtschaftlichen, sozialen oder ökologischen Problemen litten.

«The Berne Initiative»

Unter dem Titel «The Berne Initiative» soll nun ein Prozess in Gang gesetzt werden, gab Gerber bekannt. Für den 14. und 15. Juni lädt das BFF Chefbeamte, Vertreter internationaler Organisationen, der Hilfswerke und der Wissenschaft nach Bern.

«Schön wäre es, wenn wir uns mindestens auf gemeinsame Leitlinien einigen könnten», wird Gerber in der neusten Ausgabe der «Weltwoche» zitiert. Ziel sei eine Art Migrations-Konvention analog zur Flüchtlings-Konvention. Deren Gültigkeit soll im Dezember anlässlich einer Ministerkonferenz in Genf bekräftigt werden.

swissinfo und Agenturen

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