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Coronavirus: So erleben Mitglieder der Auslandschweizer Community die Ausnahmesituation

Das neue Coronavirus ist bisher in über 60 Ländern aufgetreten. Doch davon lassen sich die Mitglieder der Auslandschweizer Community nicht gross beunruhigen. sda-ats

Das neue Coronavirus hält die Welt in Atem. Wir haben Schweizerinnen und Schweizer im Ausland gefragt, wie sie die Herausforderung erleben und wie ihre Wahlheimat damit umgeht. Die Antworten kamen in grosser Zahl. Hier eine Auswahl.

Dieser Inhalt wurde am 03. März 2020 - 11:58 publiziert

Das Echo zeigt: Die Epidemie mit Covid-19, wie das Virus offiziell heisst, steht auch bei vielen Mitgliedern der Auslandschweizer Community ganz zuoberst auf der Themen-Agenda. Zeit also, unsere Hände zu desinfizieren, die Atemschutzmasken aufsetzen und uns auf eine kleine "Coronavirus-Worldtour" zu begeben.

In Neukaledonien regiert immer noch Coolness. Das ist laut Ruth Soguel Dit Piquard alles andere als überraschend, denn "hier sind wir die jährlichen Epidemien von Dengue-Fieber oder Chikungunya gewohnt". Und weiter: "In den Flugzeugen werden Fragebögen zur Entdeckung möglicher Fälle verteilt, und das Rote Kreuz rekrutiert Freiwillige, die bei der Ankunft der Passagiere auf dem Flughafen bei den Kontrollen helfen können."

Aus Mauritius hat sich Samiirah L. Bibi gemeldet. "Es gibt keine Flüge nach China oder Italien mehr. Ebenso keine Kreuzfahrtschiffe mehr, die in Häfen blockiert bleiben könnten."

Nach Europa: Auf dem Flughafen von Palermo, auf der italienischen Insel Sizilien gelegen, werde den Reisenden die Temperatur gemessen, schreibt Claude Godard. Dasselbe geschieht in Tunesien. "Passagiere, die aus dem Ausland kommen, werden an den Flug- und Seehäfen kontrolliert", berichtet Liliana Colombi.

Anders erging es Catherine Verbregghe: Auf ihrer Reise von Mailand nach Luxemburg habe sie keinerlei Kontrollen passieren müssen.

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Ruth Thomas fragt sich, "welche Massnahmen die Behörden ergreifen werden, nachdem der erste Fall des Coronavirus in Wales bestätigt wurde". Sie gibt zu, dass sie ein wenig besorgt sei. Grössere Menschenansammlungen will sie in nächster Zeit vermeiden. 

Weiter nach Schottland: Dort ist unser User Max "Hafenkäse" - wie er sich auf Social Media nennt - erfreut, dass es das Virus noch nicht bis dorthin geschafft hat. Deshalb würden die Menschen auch keine Masken tragen. 

Dasselbe gilt für Susanne Zülle-Veréb: Auch ihr Wohnland Ungarn ist bisher noch verschont geblieben. Sie ärgert sich jedoch über die übertriebene Berichterstattung ungarischer Medien.

Viele Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer ergeht es genauso wie Susanne Zülle-Veréb. Deniz Blazevski-Berter sagt, dass in Nordmazedonien "zu viele Informationen zu Panik führen". Das trifft auch auf Kroatien zu. "Manche Menschen geraten in Panik und horten Lebensmittel. Der Verkauf von Masken explodiert", berichtet Brigitte Pochmann. 

In Tunesien ist Mélika Botti der Meinung, dass "die Medien für die weit verbreitete Panik in der Bevölkerung verantwortlich sind, trotz der ausgezeichneten Arbeit der Ärzteschaft".

Aber nicht überall herrscht Hektik und Panikmache. In Florida im Süden der USA gilt laut Jocelyne Albrecht "business as usual, die tägliche Routine". Doch würden auch dort Vorsichtsmassnahmen getroffen. "Flughäfen werden desinfiziert, Reisende werden auf mehreren Militärbasen unter Quarantäne gestellt und Universitäten haben Studienreisen ins Ausland abgesagt."

Covid-19: Mit diesem Flyer informieren die Gesundheitsbehörden Mexikos. ISSSTE Mexico

Aus Mexiko hat sich Elisabeth Weinmann gemeldet – sie sei dort "sehr gut informiert". Reto Derungs schreibt, dass "die Behörden in der Dominikanischen Republik Quarantänestationen eingerichtet haben. Aber sie weisen auch darauf hin, dass das Virus relativ harmlos ist und dass es keinen Grund zur Besorgnis gibt".

Tiziana Cervellera kann der Situation sogar noch etwas Gutes abringen: "In Süditalien ist der Verkehr deutlich zurückgegangen", sagt sie mit einem Augenzwinkern.

In China hat der Rückgang des Verkehrs – mit dem Herunterfahren der industriellen Produktion – dazu beigetragen, dass die Belastung der Luft mit gefährlichen Schadstoffen stark zurückgegangen ist.


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