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Bündner SVP ist die grosse Wahlsiegerin bei den Parlamentswahlen

Keystone-SDA

Die Stimmen für die Parlamentswahlen in Graubünden sind ausgezählt. Die SVP wird neu die stärkste Kraft im 120-köpfigen Grossen Rat, die Grünen schaffen den Sprung ins Parlament ohne Probleme.

(Keystone-SDA) Die SVP hält neu 35 Sitze und legt somit im Vergleich zu den Wahlen 2022 um zehn Sitze zu. Die bisher stärkste Partei, die Mitte, muss hingegen sechs Sitzverluste hinnehmen und stellt neu noch 28 Sitze im Grossen Rat. Verluste muss auch die FDP verkraften, die neu noch 23 Sitze hält – zuvor waren es 27.

Die Ratslinke kommt auf gleiche viele Sitze wie vor vier Jahren. Allerdings muss die SP Federn lassen. Die Fraktion besteht neu noch aus 20 Mitgliedern – bisher waren es zusammen mit den Grünen 27.

Die Grünen, die anders als 2022 alleine antraten, schaffen den Sprung ins Parlament ohne Probleme und können mit sieben Sitzen künftig eine eigene Fraktion stellen. Bei den Grünliberalen bleibt alles beim Alten. Sie halten weiterhin sieben Sitze.

Gewählt wurde zum zweiten Mal im sogenannten Doppelproporz-System. Das bedeutet, dass die Stimmen zuerst kantonal den Parteien zugeordnet und danach auf die einzelnen Wahllisten in den Kreisen verteilt werden. Aufgrund des Wechsels vom Majorz zum Doppelproporz-System kam es 2022 zu grösseren Verschiebungen im Parlament. Die Polparteien SVP (plus 16) und SP (plus 9) gewannen damals viele Sitze hinzu, die FDP (minus 9) und die Mitte (minus 19) mussten Federn lassen.

Das Interesse an einem Sitz im kantonalen Parlament war bei diesen Wahlen so gross wie noch nie. 522 Personen bewarben sich für die 120 Sitze im Grossen Rat. Bei den Wahlen 2022 buhlten 491 Kandidierende um ein Mandat.

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