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Blatter mit gestärktem Rücken

Für Blatter bleibt die Situation brenzlig - trotz Schützenhilfe der Finanz-Kommission. Keystone

Die Finanz-Kommision der FIFA entlastet den unter Druck geratenen Präsidenten Joseph Blatter - kurz vor der entscheidenden ausserordentlichen Exekutiv-Sitzung.

FIFA-Präsident Joseph Blatter geht mit einer wichtigen Unbedenklichkeits-Erklärung in den Krisengipfel der Verbandsspitze. 24 Stunden vor der Dringlichkeits-Sitzung der FIFA-Exekutive gibt die Finanz-Kommission Blatter gute Noten und attestiert dem Fussball-Weltverband eine wirtschaftlich solide Lage.

Blatter fordert Unterstützung des Exekutiv-Komitees

Das sechsköpfige Gremium verabschiedete einstimmig den von der Wirtschaftsprüfungs-Gesellschaft KPMG vorgelegten Buchprüfungs-Bericht für 2001 sowie den Etat für das laufende Jahr. Die Kommission steht unter dem Vorsitz des aus Argentinien stammenden FIFA-Vizepräsidenten Julio Grondona.

«Die FIFA-Finanzen sind sehr gesund, und mit den Rückstellungen ist gewährleistet, dass wir vor allen aktuellen und künftigen Risiken sowie allen anderen erdenklichen Kosten geschützt sind», sagte Grondona.

Blatter forderte an die Adresse der Verbandsspitze: «Ich erwarte nun, dass das Exekutiv-Komitee die von der Finanz-Kommission getroffenen Entscheidungen bestätigt.»

Das Misstrauen der Oppostion

Genau das Gegenteil will die Opposition erreichen: Auf ihr Begehren hin findet am Donnerstag die Dringlichkeits-Sitzung des 24-köpfigen Exekutiv-Komitees statt, vor der sich Blatter verantworten muss. Die von Blatter-Rivale und UEFA-Präsident Lennart Johansson angeführte Fraktion will die FIFA-Finanzen von einem Untersuchungs-Ausschuss prüfen lassen. Blatter wird verdächtigt, Zahlen beschönigt zu haben.

Johansson und seine Anhängert trauen der Finanz-Kommission nicht, weil in dem Gremium mit je einem Mitglied aus den sechs Kontinental-Verbände mehrheitlich Blatter-Befürworter sitzen.

An der Dringlichkeits-Sitzung wird es voraussichtlich zu einer Kampfabstimmung kommen. Der Ausgang ist laut Beobachtern völlig ungewiss.

swissinfo und Agenturen

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