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Blatter möchte bleiben

Michel Platini (links) und der erneut kandidierende Sepp Blatter in Cannes. Keystone

FIFA-Präsident Sepp Blatter strebt wie erwartet eine zweite Amtszeit an. Bisher hat er keinen Gegenkandidaten.

Der 65-jährige Walliser erklärte am Mittwoch auf der Internationalen Fussballmesse «Football Expo» in Cannes seine Bereitschaft, sich beim 53. Ordentlichen Kongress am 28. und 29. Mai in Seoul zur Wiederwahl zu stellen. Das teilte die FIFA mit.

Blatter steht seit dem 8. Juni 1998 an der FIFA-Spitze. Zuvor war er Generalsekretär des Verbandes.

In der FIFA-Mitteilung hieß es, Blatter habe vor seiner Erklärung die 204 Landesverbände des Internationalen Fussball-Verbandes in einem persönlichen Schreiben über seine Kandidatur informiert. Dabei habe er auf die grosse Unterstützung verwiesen.

Demnächst Ziele erläutern

Die Unterstützung sei für ihn ein grosser Vertrauensbeweis, «für den ich mich in aller Form bedanken möchte», sagte Blatter. Er wolle den Verbänden bald erläutern, welche Ziele er im Falle einer Wiederwahl für die Entwicklung des Fussballs und den Fortbestand der FIFA anstrebe.

Bisher hat Blatter keinen Gegenkandidaten. Laut FIFA-Statuten muss eine Bewerbung bis spätestens zwei Monate vor Beginn des Kongresses dem Generalsekretariat vorliegen. Als mögliche Mitbewerber werden der Südkoreaner Chung Mong-Joon und der Kameruner Issa Haytou gehandelt. Beide sind Vizepräsidenten.

Geldnöte

Die FIFA steckt seit dem vergangenen Jahr in finanziellen Schwierigkeiten. Auslöser war der Zusammenbruch des langjährigen Marketing-Partners ISL. Kosten in Millionenhöhe verursachte auch der Rückzug des Rückversicherers Axa für die WM im Juni in Südkorea und Japan als Folge der Terroranschläge in den USA.

Vor allem europäische Spitzenfunktionäre hatten Kritik an Blatter wegen undurchsichtigem Finanzgebaren geübt.

sissinfo und Agenturen

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