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Schweizerin in Somalia ermordet

Im kriegsgeplagten Somalia sind fast alle Hilfswerke ausgezogen. Keystone

Im Fall der Ermordung einer Schweizer Hilfswerk-Mitarbeiterin in Somalia hat die Polizei einen Verdächtigen verhaftet.

Daniela Stoffel-Fatzer, Sprecherin des Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) bestätigte am Sonntag, dass es sich beim Verhafteten um einen Lehrer handle, der vom privaten Hilfswerk der ermordeten Schweizerin kürzlich entlassen worden war.

Die Polizei fahnde nach zwei weiteren Verdächtigen, sagte die EDA-Sprecherin weiter.

Die Leiche der Zürcherin sei am Wochenende nach Kenia transportiert worden. Dort werde sie kremiert und die Asche werde den Angehörigen in der Schweiz ausgehändigt, sagte Stoffel.

Unsicheres Somalia

Die etwa 70-jährige Schweizerin aus dem Kanton Zürich, die für die Hilfsorganisation «Neuer Weg der Kooperation» (New Way of Cooperation) arbeitete, war am vergangenen Freitag in ihrem Haus in der Nähe der Hafentstadt Merka von bewaffneten Männern erschossen worden.

Die Schweizerin war vor vor neun Jahren nach Somalia ausgewandert und hatte das Hilfswerk New Way gegründet.

Im zerrissenen und von verschiedenen Kriegsherren beherrschten Somalia kontrolliert die offizielle Übergangsregierung nur Teile der Hauptstadt Mogadischu und des Landes. Die Stadt Merca gehört zu dem Küstenstreifen, der von der Übergangsregierung verwaltet wird.

Fast keine Hilfswerke mehr im Land

Wegen der allgemeinen Unsicherheit in Somalia haben die meisten Hilfsorganisationen das Land verlassen, in dem es seit 1991 keine funktionierende Regierung und Verwaltung mehr gibt.

swissinfo und Agenturen

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