Zweiertickets sind die Regel
Dass die Fraktionen mit einem Doppelvorschlag in eine Bundesrats-Ersatzwahl steigen, ist mittlerweile die Regel.
Die letzte Ausnahme machte 1999 die CVP, als sie als erste und bisher einzige Fraktion sogar mit einem Dreierticket aufwartete.
Zum siebten Mal in Folge wird dem Parlament am 4. Dezember mehr als ein Name präsentiert.
Erfolglose SVP
Auch bei der Ersatzwahl für Adolf Ogi im Dezember 2000 hatte es die SVP mit einem Zweiervorschlag versucht. Statt Rita Fuhrer oder Roland Eberle wurde Samuel Schmid gewählt, womit erstmals eine Fraktion keine ihrer Bewerbungen durchbrachte.
Im März 1999 setzte sich Ruth Metzler von der CVP knapp gegen Rita Roos durch. Am gleichen Tag machte ihr Parteikollege Joseph Deiss das Rennen gegen seine Mitkandidaten Adalbert Durrer und Remigio Ratti, wobei ihm allerdings der inoffizielle Bewerber Peter Hess am längsten einheizte.
Der Freisinnige Pascal Couchepin schlug 1998 Christiane Langenberger, der Sozialdemokrat Moritz Leuenberger 1995 Otto Piller. 1993 siegte im Duell der SP-Zwillings-Schwestern Ruth Dreifuss über Christiane Brunner. Diese war zuvor bei der bisher letzten Einerkandidatur am «Wilden» Francis Matthey gescheitert, der seine Wahl auf Druck der Partei ausschlagen musste.
Mehr Auswahlsendungen
Von den amtierenden Mitgliedern der Landesregierung war nur der 1989 gewählte Freisinnige Kaspar Villiger alleiniger Kandidat seiner Fraktion. Seit 1979, als die SVP als erste eine Doppelkandidatur brachte, gab es sechs weitere Zweiertickets, eine Dreierkandidatur und – den Fall Brunner inbegriffen – zehn Einervorschläge.
swissinfo und Agenturen
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