Harter Standortwettbewerb
Der globale Wettbewerb um die Ansiedlung ausländischer Konzerne ist härter geworden. Die Schweiz solle daher ihre Kräfte im Standortmarketing besser bündeln, schlägt der staatliche Exportförderer OSEC vor.
OSEC stützt sich dabei auf eine Studie, die sie bei neun mit der Standortpromotion verbundenen Institutionen in Auftrag gegeben hatte.
Mit 30 Mio. Fr. seien die Schweizer Investitionen in das internationale Standortmarketing ähnlich hoch wie in den vergleichbaren Ländern Schweden und Österreich, heisst es in einer Mitteilung.
Bedingt durch die föderalistische Struktur unseres Landes würden die Mittel jedoch zersplittert und von Bund, Kantonen und Gemeinden zu wenig koordiniert eingesetzt. Das Resultat seien Doppelspurigkeiten und ein Auftritt, der bezüglich Konsistenz und Kundenorientierung noch verbessert werden könne.
Denkbar wäre dabei beispielsweise, dass der Bund die fernen Zielmärkte bearbeitet und die Kantone die nahen europäischen Märkte.
Wichtig sei auch die liberale Anwendung von Arbeits- und Aufenthaltsbewilligungen.
Die Schweiz sei im internationalen Steuerwettbewerb noch gut positioniert, heisst es weiter. Die Einführung neuer Steuermodelle beziehungsweise die Adaption bewährter ausländischer Modelle könnte ein Weg sein, die Schweiz noch stabiler zu positionieren.
swissinfo.ch und Agenturen
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