Commerzbank kündigt Verbesserungen beim Online-Banking an
FRANKFURT (awp international) – Die Commerzbank will das nach der Fusion mit der Dresdner Bank das zum Teil scharf kritisierte Online-Banking verbessern. Gleichzeitig verteidigte der seit rund zehn Monaten für das Privatkundengeschäft zuständige Vorstand Martin Zielke die Entscheidung, auf die Commerzbank-Technik zu setzen. «Wir haben uns in der fusionierten Bank mit guten Gründen für das Commerzbank-System entschieden», sagte er der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (FAZ/Donnerstagausgabe). «Im dritten und vierten Quartal werden wir aber Verbesserungen vornehmen.» Viele ehemaligen Dresdner-Bank-Kunden sind wegen der Umstellung auf das Commerzbank-System verärgert, weil sie viele Funktionen vermissen. Die Commerzbank hatte genau vor drei Jahren die Übernahme der Dresdner Bank angekündigt – technisch wurde der Zusammenschluss im April diesen Jahres vollzogen.
Zielke bekräftigte, dass es von den Märkten abhängig sei, ob das für 2012 gesetzte Ziel eines operativen Gewinns von einer Milliarde Euro in seinem Bereich erzielt wird. «Alle Prognosen stehen unter dem Vorbehalt, wie sich die Märkte weiter entwickeln», sagte er. Die Commerzbank hatte im August bei der Vorlage der Halbjahreszahlen die 2012er-Prognose unter die Voraussetzung stabiler Märkte gestellt. «Ein Ergebniszuwachs aber wird sich im kommenden Jahr unabhängig davon einstellen: Nachdem wir an Ostern die Daten der Dresdner Bank in die Systeme der Commerzbank überführt haben, sind wir noch bis zum vierten Quartal mit der Sicherung von Daten im Archiv beschäftigt.» Danach werde das Dresdner-System abgeschaltet. «Alleine 2012 erzielen wir rund 300 Millionen Euro Kostenersparnis.»/zb/nmu/tw